Der Torhüter von Arsenal, David Raya, steht kurz davor, am Samstag im Champions-League-Finale gegen Bayer Leverkusen in der Startelf zu stehen, was eine bemerkenswerte Saison für den Spanier krönt, trotz mangelnder Anerkennung durch seine Nationalmannschaft. Raya war maßgeblich am Erfolg von Arsenal beteiligt und trug zu einer ligaweiten Bestleistung von 28 Spielen ohne Gegentor in 50 Spielen bei, wobei er im Laufe der Saison nur 30 Gegentore kassierte, was ihm seinen dritten Golden Glove in Folge in der Premier League einbrachte.
Raya kam 2023 von Brentford zu Arsenal und teilte sich zunächst die Einsatzzeit mit Aaron Ramsdale. Trainer Mikel Arteta etablierte ihn jedoch schnell als einen Schlüsselspieler in seinem System und schätzte seine außergewöhnliche Passgenauigkeit und Ruhe. Der Weg des Torhüters an die Spitze war unkonventionell, da er zuvor während einer Leihe zu Southport in der fünften englischen Liga spielte, als er bei Blackburn Rovers unter Vertrag stand.
Trotz seiner Leistungen im Verein hatte Raya Schwierigkeiten, sich eine feste Position in der spanischen Nationalmannschaft zu sichern und bestritt im Alter von 30 Jahren nur zwölf Länderspiele. Er wurde in Luis de la Fuentes Kader für die bevorstehende Europameisterschaft berufen, ist aber derzeit nicht die erste Wahl im Tor. De la Fuente selbst räumte die Diskrepanz zwischen Rayas Ruf in England und seiner Anerkennung zu Hause ein und sagte: „In England halten sie ihn für den besten Torhüter der Welt, und hier spricht niemand über ihn.“
Arteta lobte Rayas Einfluss immer wieder und beschrieb ihn als einen Leader und Spielentscheider. Nach einer entscheidenden Parade gegen Chelsea im März gab Arteta zu, dass er „fast einen Herzinfarkt erlitten hätte“, aber durch Rayas Intervention gerettet wurde. Auch seine Teamkollegen erkennen seine Bedeutung an, wobei Kai Havertz ihn in den letzten beiden Saisons als „den besten Torhüter der Welt“ bezeichnete. Rayas Fähigkeit, aus der Abwehr heraus zu spielen und am Spielaufbau von Arsenal teilzunehmen, wurde besonders gelobt, was den Verteidigern Gabriel und Saliba mehr Freiheit verschaffte, nach vorne zu stoßen.
Sollte Raya im Champions-League-Finale ein weiteres Spiel ohne Gegentor halten, würde er der erste Torhüter sein, dem dies in einer einzigen Saison im Wettbewerb gelingt. Eine starke Leistung könnte seine Position in der spanischen Nationalmannschaft vor der Weltmeisterschaft potenziell verbessern.




