RB Leipzig erwägt offenbar eine Anfrage für RCD Mallorca-Trainer Martin Demichelis, dessen Ausstiegsklausel in seinem aktuellen Vertrag bei 2,5 Millionen Euro liegt, wie Sky Germany berichtet. Der Bundesligist sondiert potenzielle Nachfolger für Ole Werner, dessen Position als Cheftrainer trotz erst einer vollständigen Saison an der Spitze zunehmend unter Druck steht.
Demichelis (45) übernahm Mallorca Mitte der Saison und hat seitdem eine eher wechselhafte Zeit erlebt, mit fünf Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen in 12 La Liga-Spielen. Vor seinem Engagement bei Mallorca trainierte Demichelis den argentinischen Verein River Plate, wo er 2023 den argentinischen Pokal gewann. Seine Trainerkarriere begann bei Bayern München II, wo er als Trainer der Reservemannschaft tätig war.
Sky Germany berichtet, dass Leipzig Demichelis als seinen Hauptkandidaten betrachtet, sollte man sich von Werner trennen, ein Deal aber noch nicht weit fortgeschritten ist und die Verhandlungen laufen. Die Ausstiegsklausel wurde bisher noch nicht gezogen, bleibt aber ein entscheidender Faktor bei einem möglichen Wechsel. Werners Zukunft beim sächsischen Verein ist ungewiss, wobei die Vereinsbosse seine Leistungen angeblich genau unter die Lupe nehmen.
Leipzig steht derzeit auf dem vierten Platz der Bundesliga-Tabelle, war in den letzten Wochen jedoch unbeständig, was zu Fragen nach Werners taktischem Ansatz und seiner Fähigkeit, konstant Ergebnisse zu liefern, führte. Der von Red Bull unterstützte Verein hat eine Tradition darin, schnelle Veränderungen in der Trainerposition vorzunehmen und dabei einen proaktiven und intensiven Spielstil zu bevorzugen. Demichelis' Fokus auf taktische Flexibilität und die Entwicklung junger Spieler könnte mit den langfristigen Ambitionen von Leipzig übereinstimmen.
Sollte Leipzig Demichelis' Ausstiegsklausel aktivieren, würde dies eine bedeutende Investition in einen Trainer mit wachsendem Ruf im europäischen Fußball darstellen. Die Verpflichtung könnte einen Strategiewechsel für den Verein signalisieren und sich potenziell auf ein langfristigeres Projekt unter einem Trainer mit Erfahrung in der Talentförderung konzentrieren.




