Real Madrid soll nun ein Interesse an Atlético Madrids Stürmer Julián Álvarez haben, nachdem ihr ursprüngliches Angebot für Michael Olise vom FC Bayern München offenbar keine Aussicht auf Erfolg hat. Klubpräsident Florentino Pérez hatte nach seiner Wiederwahl versprochen, ein Angebot über 150 Millionen Euro für einen namentlich nicht genannten Spieler abzugeben – ein Versprechen, das er mit einem Angebot für Olise Anfang dieser Woche einlöste.
Der FC Bayern hat jedoch signalisiert, dass Olise nicht zu verkaufen sei und das Angebot unter seinem geschätzten Transferwert von 170,6 Millionen Euro liegt. Dies hat Pérez dazu veranlasst, alternative Optionen zu prüfen, wobei Álvarez als potenzielles Ziel hervortritt. Sky Germany-Reporter Patrick Berger deutet an, dass Real Madrid „Anfragen“ bezüglich des argentinischen Nationalspielers gestellt hat.
Álvarez soll sich einen Abgang von Atlético wünschen, idealerweise innerhalb der La Liga. Während Arsenal Interesse bekundet hat, deuten spanische Quellen darauf hin, dass Álvarez lieber in Spanien bleiben möchte, wobei der FC Barcelona zunächst als wahrscheinliches Ziel in Frage kam. Der FC Barcelona soll 100 Millionen Euro für den Spieler geboten haben, Atlético besteht jedoch auf rund 150 Millionen Euro – die gleiche Summe, die Pérez öffentlich zugesagt hat, auszugeben.
Ein direkter Transfer von Atlético zu Real Madrid wäre aufgrund der intensiven Rivalität zwischen den beiden Vereinen höchst umstritten. Es gilt als unwahrscheinlich, dass Atlético bereitwillig einen Schlüsselspieler an seinen Stadtrivalen verkaufen würde. Darüber hinaus adressiert Álvarez’ Positionsflexibilität – er kann als Mittelstürmer, Zehner oder auf dem linken Flügel spielen – nicht unbedingt einen unmittelbaren Bedarf im Kader von Real Madrid.
Pérez hat bereits seine Absicht bekräftigt, Kylian Mbappé und Vinicius Jr. zu halten, was den Platz für einen weiteren Stürmer begrenzt. Die Verfolgung von Olise entsprach dem klaren Wunsch, die rechte Flügelposition zu verstärken, wo Real Madrid derzeit an Tiefe mangelt. Während ein Wechsel für Álvarez derzeit als unwahrscheinlich gilt, lässt die unvorhersehbare Natur des Transfermarktes die Tür für mögliche Entwicklungen offen.



