Der Stürmer von Lille, Ayyoub Bouaddi, weckt das Interesse zahlreicher europäischer Top-Klubs, wobei sich laut spanischen Medienberichten Real Madrid als führender Anwärter auf seine Dienste herauskristallisiert hat. Die Leistungen des 18-Jährigen für Marokko bei der Weltmeisterschaft 2026, insbesondere beim 1:1-Unentschieden gegen Brasilien, haben sein Profil deutlich geschärft.
Arsenal hat bereits Gespräche mit Lille über eine mögliche Verpflichtung von Bouaddi in diesem Sommer aufgenommen, wobei Berichten zufolge ein Angebot in Höhe von rund 70 Millionen Euro in Betracht gezogen wurde. Zuvor galt Paris Saint-Germain als Favorit, doch nun mischt sich Real Madrid in den Poker ein und sieht in Bouaddi eine mögliche Alternative zu Enzo Fernández von Benfica.
Olivier Giroud, Bouaddis Teamkollege bei Lille, glaubt, dass ein Wechsel in die spanische Hauptstadt für den jungen Mittelfeldspieler in Reichweite ist. In einem Interview mit der BBC erklärte Giroud, dass Bouaddis Ablösesumme es Lille wahrscheinlich erschweren werde, ihn zu halten, und lobte seine Vielseitigkeit sowie seinen Spielstil, der an den von N’Golo Kanté erinnere. Giroud deutete jedoch an, dass Bouaddi seine Torgefährlichkeit verbessern müsse, um sein volles Potenzial auszuschöpfen, prognostizierte aber einen Wechsel zu Real Madrid, sollte er dies tun.
Bouaddi durchlief die Jugendakademie von Lille und gab im Oktober 2023 im Alter von 16 Jahren und drei Tagen sein Debüt in der Europa League, womit er einen neuen Rekord als jüngster Spieler in einem europäischen Wettbewerb aufstellte. Er wiederholte diese Leistung schnell in der Ligue 1 und etablierte sein Potenzial weiter. Seitdem ist er Stammspieler im Mittelfeld von Lille und kommt in allen Wettbewerben auf 96 Einsätze, hat aber noch kein Tor für den Verein erzielt.
Der Trainer von Real Madrid, Jose Mourinho, hatte Fernández ursprünglich als sein Hauptziel zur Verstärkung des Mittelfelds identifiziert. Chelsea wird jedoch voraussichtlich eine Ablösesumme von über 120 Millionen Euro für den argentinischen Nationalspieler fordern, was Real Madrid dazu veranlasst, alternative Optionen zu prüfen, wobei Bouaddi nun fest im Fokus steht. Dieser zunehmende Wettbewerb stellt eine Herausforderung für Arsenals Bemühungen dar, das marokkanische Talent zu verpflichten.




