Der Verteidiger von Stade Rennais, Mikayil Faye, wird laut französischen Medienberichten für die gesamte Saison an den deutschen Zweitligisten Nürnberg ausgeliehen, mit einer Kaufoption. Dieser Schritt stellt einen weiteren Rückschritt für den 22-jährigen senegalesischen Nationalspieler dar, der im vergangenen Sommer für eine Ablösesumme von rund 10 Millionen Euro vom FC Barcelona zum Verein kam.
Fayes Zeit in der Bretagne war seit seinem Wechsel vom katalanischen Verein, wo er zuvor in der Reservemannschaft spielte, weitgehend erfolglos. Er bestritt zwölf Spiele für Rennes, hatte aber Berichten zufolge mit Konstanz zu kämpfen und sah im Derby gegen Nantes eine kostspielige rote Karte. Mit Franck Haise als neuem Trainer bei Rennes und einer Reihe von Optionen in der Innenverteidigung war Faye nicht Teil der Pläne des Trainers für die kommende Saison.
Vor diesem Leihgeschäft verbrachte Faye ein Jahr bei Cremonese, wo er acht Spiele bestritt, sich aber nicht als Stammspieler etablieren konnte. Die Leihe an Nürnberg bietet ihm die Möglichkeit, regelmäßige Spielpraxis zu sammeln und möglicherweise seine Karriere neu zu entfachen. Die im Vertrag enthaltene Kaufoption deutet darauf hin, dass Nürnberg an einer dauerhaften Verpflichtung interessiert sein könnte, sollte Faye während seiner Zeit in Deutschland überzeugen.
Fayes Ankunft bei Rennes war Teil der letzten Transferwelle unter der Leitung des ehemaligen Sportdirektors Frederic Massara, und seine Leihe stellt eine Fortsetzung der Umgestaltung des Vereins unter neuer Führung dar. Der Transfer ermöglicht es Rennes, den Kader zu verkleinern und möglicherweise einen Teil der 10 Millionen Euro zurückzugewinnen, die im vergangenen Jahr für den Spieler ausgegeben wurden. Diese Leihe könnte sich für alle Beteiligten als vorteilhaft erweisen, wenn Faye seine Form findet und in der 2. Bundesliga regelmäßig zum Einsatz kommt.



