Der TSG Hoffenheim hat laut Aussagen von Werder-Vorstand Klaus Filbry gegenüber Kicker ein erstes Angebot für Werder Bremens Mittelfeldspieler Jens Stage abgelehnt. Das Angebot, das sich auf rund 10 Millionen Euro beläuft, wurde von den Bremer Verantwortlichen als unzureichend bewertet.
Filbry bestätigte Hoffenheims Interesse, betonte jedoch, dass das Angebot den Marktwert von Stage nicht widerspiegele. Er hob auch hervor, dass der Spieler derzeit einen langfristigen Vertrag bei Werder hat, der erst 2028 ausläuft, was Bremens Verhandlungsposition stärkt. “In erster Linie steht Jens noch lange unter Vertrag bei uns”, erklärte Filbry. “Es stimmt, dass Hoffenheim ein Angebot abgegeben hat, aber es entsprach nicht dem Marktwert und ist daher nichts, womit wir uns weiter auseinandersetzen müssen.”
Werder Bremen hat seine Finanzen kürzlich durch den Verkauf von Mio Backhaus an den SC Freiburg für rund 15 Millionen Euro gestärkt, was den unmittelbaren Bedarf, Angebote für Schlüsselspieler anzunehmen, reduziert. Filbry räumte die finanziellen Realitäten ein, mit denen viele Bundesligaklubs konfrontiert sind, und stellte fest, dass die meisten auf Transfereinnahmen angewiesen sind, betonte aber Bremens vergleichsweise starke Position. “Es gibt kaum noch Vereine in der Bundesliga, die nicht von Transfereinnahmen abhängig sind”, sagte er. “Wir sind jedoch generell in einer starken Position und müssen nicht jeden Transfer genehmigen.”
Hoffenheim sucht Berichten zufolge einen Ersatz für Grischa Prömel, der zum VfB Stuttgart wechseln wird. Stage wurde als ihr Hauptziel identifiziert, um diese Lücke zu füllen. Der 26-jährige Däne kam im Januar 2023 von FC Kopenhagen zu Werder Bremen und etablierte sich schnell als wichtiger Bestandteil im Mittelfeld, bestritt in der letzten Saison 32 Spiele in allen Wettbewerben. Er trug maßgeblich zum erfolgreichen Kampf Bremens gegen den Abstieg bei und leistete sowohl defensive Stabilität als auch kreative Pässe.
Es ist unklar, ob Hoffenheim ein verbessertes Angebot für Stage vorlegen wird. Bremens feste Haltung deutet darauf hin, dass ein deutlich höheres Angebot erforderlich wäre, um sie zum Verkauf eines Spielers zu bewegen, den sie für ihre Mannschaft als wichtig erachten. Ein zweites Angebot von Hoffenheim könnte Bremens Entschlossenheit auf die Probe stellen und möglicherweise zu einer langwierigen Verhandlung während der Transferperiode führen.



