Der Präsidentschaftskandidat von Real Madrid, Enrique Riquelme, hat erklärt, dass er im Falle eines Wahlsiegs bereits Vereinbarungen mit zwei „internationalen Topstars“ getroffen habe, und fordert damit den amtierenden Präsidenten Florentino Pérez heraus. Die Wahl, die erste im Verein seit zwei Jahrzehnten, ist für den 7. Juni angesetzt, und Riquelme hat seinen Wahlkampf mit dem Versprechen bedeutender Veränderungen sowohl auf als auch neben dem Platz begonnen.
Riquelme legte am Samstag eine Bankbürgschaft in Höhe von 187 Millionen Euro vor und erfüllte damit die Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl. Er hat bereits Kritik an Pérez’ jüngsten Entscheidungen geäußert, insbesondere an den laufenden Renovierungsarbeiten im Santiago Bernabéu, und das Preis-Leistungs-Verhältnis in Frage gestellt, nachdem das Projekt sein ursprüngliches Budget deutlich überschritten hat. Er forderte Pérez auch zu einer öffentlichen Debatte über den Vorschlag auf, einen Prozentsatz des Vereins zu verkaufen und Mitglieder in Aktionäre umzuwandeln.
Laut Diario AS erklärte Riquelme, dass seine Plattform „unglaublich stark und inspirierend für den Madridismo“ sei und das „größte Transformationsprojekt in der Geschichte von Real Madrid“ darstelle. Er beschuldigte Pérez, finanzielle Belange über die Interessen der Vereinsmitglieder zu stellen, und nannte einen jährlichen Verlust von 80 Millionen Euro und Ausgaben von 45 Millionen Euro pro Jahr für RMTV.
Neben den Finanzen ging Riquelme auf mögliche Veränderungen im fußballerischen Bereich des Vereins ein. Er lobte Jürgen Klopp als „einen guten Manager und einen guten Trainer“, räumte aber ein, dass die realistischere Option möglicherweise Raúl González sei, der seit seinem Ausscheiden beim Real Madrid Castilla im Jahr 2025 ohne Beschäftigung ist. Er deutete auch an, dass die Entlassung von Xabi Alonso ein Fehler gewesen sei. Riquelme beabsichtigt, die Identität der beiden neu verpflichteten Spieler in den kommenden Wochen bekannt zu geben, so RadioMarca.
Das Ergebnis der Wahl wird sich erheblich auf die Richtung von Real Madrid auswirken, wobei Riquelme eine klare Alternative zu Pérez’ langjähriger Führung darstellt. Sein Fokus auf die Einbeziehung der Mitglieder und potenzielle hochkarätige Neuzugänge könnte bei den Fans des Vereins Anklang finden.




