Enrique Riquelme, ein 37-jähriger Geschäftsmann, hat seine Kandidatur für das Präsidentenamt von Real Madrid angekündigt und fordert damit die langjährige Herrschaft von Florentino Pérez heraus. Laut mehreren spanischen Medien hat Riquelme eine finanzielle Unterstützung von rund 200 Millionen Euro für seinen Wahlkampf gesichert.
Die Wahlkommission hat nun bis Sonntag Zeit, Riquelmes Kandidatur zu bestätigen, was die ersten Präsidentschaftswahlen von Real Madrid seit zwei Jahrzehnten auslösen könnte. Um sich zu qualifizieren, musste Riquelme einen Unterstützungsnachweis erbringen, der 15 % des Vereinsbudgets entspricht, was 197 Millionen Euro entspricht – eine Hürde, die er Berichten zufolge genommen hat.
Sollte seine Kandidatur genehmigt werden, müssen innerhalb von fünfzehn Tagen Wahlen stattfinden, was den 9. Juni als Stichtag festlegt. Riquelme forderte in einer Ansprache an die Presse die Mitglieder von Real Madrid, die sogenannten „socios“, auf, seine Plattform in Betracht zu ziehen. „Ich bitte die socios, keine Angst zu haben“, sagte er, „ich bitte sie, den Mut zu haben, uns zuzuhören.“
Florentino Pérez kandidiert ebenfalls für die Wiederwahl und hat kürzlich erklärt, dass sich im Verein nichts ändern werde. Er hat eine Kampagne gestartet, die die Champions-League-Siege von Real Madrid in Städten wie Glasgow, Lissabon, Mailand, Cardiff, Kiew, Paris und London hervorhebt, mit dem Slogan „Viel Geschichte zu schreiben“. Der Zeitpunkt dieser Herausforderung kommt zu einem potenziell anfälligen Zeitpunkt für Pérez, da die jüngsten Leistungen von Real Madrid unter die Lupe genommen werden. Obwohl der Verein die La Liga gewonnen hat, waren seine Leistungen im Laufe der Saison uneinheitlich.
Das Auftauchen eines ernsthaften Herausforderers für Pérez' Präsidentschaft stellt eine bedeutende Entwicklung für den spanischen Giganten dar und könnte eine neue Ära für den Verein einleiten.



