
Roma erwägt Vertragsauflösung mit Dybala und Interesse an Arribas im Hinblick auf einen Sommer-Umbruch
Laut italienischen Medienberichten ist AS Rom bereit, Stürmer Paulo Dybala in diesem Sommer ziehen zu lassen, sofern er eine deutliche Reduzierung seines aktuellen Gehalts akzeptiert. Die Haltung des Vereins kommt inmitten des Interesses von Boca Juniors, türkischen Vereinen und Flamengo an dem 30-jährigen Argentinier, dessen Vertrag eine relativ niedrige Ausstiegsklausel für ausländische Vereine enthält.
Dybala, der sich derzeit von einer Meniskusoperation erholt, strebt eine Rückkehr zum Spiel gegen Atalanta am 18. April an, was vor dem Zeitplan liegt. Sein frühes Comeback wird als Versuch gesehen, Roma in der Schlussphase der Serie A zu unterstützen und sich für eine Nominierung in den argentinischen Kader für die bevorstehende Weltmeisterschaft zu empfehlen. Trotz seiner Bedeutung für das Team hat die Vereinsführung wenig Anzeichen dafür gezeigt, seinen Vertrag zu den derzeitigen finanziellen Bedingungen verlängern zu wollen.
Der einzige Weg für Dybala, im Stadio Olimpico zu bleiben, scheint darin zu bestehen, eine Gehaltsreduzierung von seinen derzeitigen 6 Millionen Euro netto pro Jahr auf etwa 2,5 Millionen Euro zu akzeptieren. Eine ähnliche Situation soll auch den Kapitän des Vereins, Lorenzo Pellegrini, betreffen. Trainer Daniele De Rossi soll die Beibehaltung beider Spieler befürworten, da er sich der Herausforderungen bei der Suche nach geeigneten Ersatzspielern auf dem Transfermarkt bewusst ist.
In Erwartung möglicher Abgänge erkundet Romas Sportdirektor Florent Ghisolfi bereits Alternativen. Der Verein hat Kontakt mit dem spanischen Zweitligisten Almeria bezüglich ihres offensiven Mittelfeldspielers Sergio Arribas aufgenommen. Der 22-jährige spanische Spielmacher, ein Produkt der Real Madrid-Jugendakademie, hat in dieser Saison mit 20 Toren und 7 Assists in 33 Ligaspielen beeindruckt.
Arribas steht für ein jüngeres Profil für Romas geplante offensive Revolution, wobei mehrere Angriffsspieler voraussichtlich gehen werden. Der Verein schätzt den Spanier auf etwa 20 Millionen Euro, was mit der Bewertung von Almeria übereinstimmt. Romas Interesse ist nicht neu; Ghisolfi soll Arribas während seiner vorherigen Tätigkeit bei Nizza in den letzten zwei Jahren beobachtet haben.
Der potenzielle Umbau von Romas Angriff könnte Veränderungen über Dybala hinaus mit sich bringen, wobei auch die Zukunft von Stephan El Shaarawy ungewiss ist und es Verbindungen zu Spielern wie Julian Brandt von Borussia Dortmund gibt, der ablösefrei verfügbar ist, aber erheblichen Wettbewerb hat. Diese Schritte signalisieren eine Strategieänderung unter dem neuen Eigentümer, die finanzielle Nachhaltigkeit und ein jüngeres Kaderprofil priorisiert und gleichzeitig versucht, unter der Leitung von De Rossi wettbewerbsfähig zu bleiben.



