Alessio Romagnoli hat seinen festen Wechsel von Lazio zu Al-Sadd vollzogen, bestätigte der Verein am Montag. Der Deal soll einen Wert von 3,5 Millionen Euro haben, was eine deutliche Reduzierung gegenüber dem Angebot von rund 10 Millionen Euro im Januar-Transferfenster darstellt.
Romagnoli war 2022 zu Lazio gewechselt, nachdem sein Vertrag bei AC Mailand ausgelaufen war, wo er zuvor die Serie A gewonnen hatte. Trotz lukrativerer Angebote von Vereinen wie Fulham entschied sich der Verteidiger für seinen Jugendverein, angeblich mit der Zusage einer Vertragsverlängerung, sollte Lazio sich für die Champions League qualifizieren. Dieses Ziel erreichte er, indem er Lazio in der Saison 2022-23 auf den zweiten Platz der Serie A führte, aber die versprochene Vertragsverlängerung kam nie zustande.
Dies, kombiniert mit einem wahrgenommenen Rückgang der Gesamtqualität des Teams, führte zu einem Vertrauensbruch zwischen Romagnoli und dem Verein. Ein Wechsel zu Al-Sadd war ursprünglich im Januar vereinbart worden, aber Lazio-Präsident Claudio Lotito revidierte seine Entscheidung letztendlich, da er seine Mannschaft nicht schwächen wollte. Romagnoli zeigte weiterhin professionelle Leistungen und erzielte ein wichtiges Tor gegen Atalanta im Halbfinale der Coppa Italia, erlebte aber letztendlich Enttäuschung im Finale, das gegen Inter verloren ging.
Lazio erwägt nun Diogo Leite, einen 27-jährigen linksfüßigen Innenverteidiger, der derzeit vereinslos ist, nachdem er Union Berlin verlassen hat, als Ersatz für Romagnoli. Sie stehen jedoch in Konkurrenz mit Eintracht Frankfurt, der derzeit als Favorit für die Verpflichtung des portugiesischen Nationalspielers gilt. Romagnolis Abgang markiert das Ende eines kurzen, aber komplexen Kapitels bei Lazio und eröffnet dem Spieler eine neue Chance in Katar. Die Ankunft von Leite könnte Lazios defensive Optionen vor der nächsten Saison stärken, obwohl sein endgültiges Ziel noch ungewiss ist.



