
Bayern rotiert stark für Pokalduell gegen St. Pauli, Kompany nimmt sieben Änderungen vor
Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany hat mit seiner Aufstellung für das DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den FC St. Pauli ein deutliches Zeichen gesetzt und nimmt im Vergleich zur Mannschaft, die unter der Woche auswärts beim Real Madrid gewann, sieben Änderungen vor. Die deutschen Giganten treffen am Freitagabend im Millerntor-Stadion auf St. Pauli aus der 2. Bundesliga. Kompany hat sich für eine deutliche Rotation entschieden, wobei Kim Min-jae, Hiroki Ito und Raphael Guerreiro in die Abwehr kommen, während Jamal Musiala und Neuzugang Michael Olise für den kreativen Funken in einer stark veränderten Offensive sorgen, die von Nicolas Jackson angeführt wird.
Die Gastgeber, der FC St. Pauli, hat drei Änderungen gegenüber der Mannschaft vorgenommen, die zuletzt gegen Union Berlin unentschieden spielte. Trainer Alexander Blessin bringt Tomoya Ando, Lars Ritzka und Andreas Hountondji, während Adam Dzwigala, Jackson Irvine und der verletzte Maurides aus der Startelf fallen. Die Zweitliga-Meister werden sich auf ihren herausragenden Stürmer Hountondji verlassen, um die Angriffe gegen die Bundesliga-Giganten anzuführen.
Diese massive Rotation von Kompany deutet auf eine klare Priorisierung des bevorstehenden Bundesliga-Saisonstarts hin, wobei der Trainer das Pokalspiel wahrscheinlich als eine Gelegenheit sieht, den Kaderspielern Einsatzminuten zu gewähren und seine Optionen zu bewerten. Die Änderungen führen zu einer komplett neuen Abwehrreihe, wobei nur Joshua Kimmich seinen Platz aus der Mannschaft behält, die in Madrid begann, allerdings in einer tieferen Rolle. Die Einbeziehung von Tom Bischof auf der Zehnerposition ist besonders interessant, da der junge Deutsche eine seltene Startelfchance in einer zentralen, offensiven Position erhält.
Für St. Pauli sind die Änderungen eher taktischer Natur, da Blessin frische Beine und eine andere Dynamik im letzten Drittel hinzufügen möchte. Die Einbeziehung des schnellen Hountondji bietet eine direkte, physische Bedrohung gegen eine Bayern-Abwehr, die in dieser Vorbereitung noch keine Konstanz gefunden hat. Das Schlüsselduell könnte im zentralen Mittelfeld stattfinden, wo St. Paulis erfahrenes Duo Aljoscha Kemlein und Connor Metcalfe versuchen wird, das neu formierte Bayern-Mittelfeld aus Leon Goretzka und Kimmich zu stören.
Das Spiel stellt einen bedeutenden Test für Kompanys sich entwickelndes System dar. Von der rotierten Mannschaft wird erwartet, dass sie den Ballbesitz dominiert und eine kompakte St. Pauli-Abwehr aufbricht, eine andere Herausforderung als das Übergangsspiel gegen Real Madrid. Für die Heimmannschaft ist dies ein prestigeträchtiges Spiel und eine Chance, vor einem begeisterten Publikum im ausverkauften Millerntor-Stadion für eine große Überraschung zu sorgen. Das Ergebnis hängt davon ab, ob St. Paulis organisierter Pressing Bayerns rotierte Aufstellung aus dem Konzept bringen kann und ob die neue Offensive der Gäste frühzeitig in einen Rhythmus findet.



