Karl-Heinz Rummenigge hat behauptet, Paris Saint-Germain sei vor der Übernahme durch Katar im Jahr 2011 ein unbedeutender Verein gewesen. Das Vorstandsmitglied des FC Bayern München gab bekannt, dass er dem 'verzweifelten' PSG-Präsidenten Nasser Al-Khelaifi nach der Niederlage im Champions-League-Finale 2020 geraten habe, Geduld zu haben. Seine Äußerungen kommen vor dem Halbfinal-Duell der beiden Vereine in dieser Woche.
Karl-Heinz Rummenigge hat behauptet, Paris Saint-Germain sei vor seiner Katar-Übernahme ein Verein ohne Bedeutung gewesen, in Kommentaren vor ihrem Champions-League-Halbfinale. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, jetzt Mitglied des Aufsichtsrats des Vereins, machte diese Bemerkungen in einem Interview mit T-Online und stellt das moderne PSG als eine Kreation von Qatar Sports Investments und seinem Vorsitzenden Nasser Al-Khelaifi dar.
Rummenigge stellte eine rhetorische Frage nach dem Status des französischen Vereins vor 2011 und fragte: „Wer war Paris Saint-Germain, bevor Qatar Sports Investments es kaufte?“ Seine Implikation war klar: Der Aufstieg des Vereins zur europäischen Elite sei allein ein Produkt der Investitionen des Staatsfonds in den letzten 13 Jahren. Die Kommentare fügen dem bevorstehenden kontinentalen Duell der beiden Vereine eine spitze narrative Ebene hinzu.
Der deutsche Funktionär erinnerte sich auch daran, Al-Khelaifi nach der 1:0-Niederlage von PSG gegen Bayern im Champions-League-Finale 2020 Ratschläge gegeben zu haben. „Ich erinnere mich noch: Nach der Niederlage gegen uns im Finale 2020 war Nasser völlig verzweifelt“, sagte Rummenigge. „Ich sagte ihm damals: ‚Nasser, du musst geduldig sein.‘ Im Fußball erwirbt man nichts. Man muss sich den Erfolg hart erarbeiten, kluge Transfers tätigen. Nicht alles hängt vom Geld ab.“
Er betonte die Notwendigkeit eines zusammenhaltenden Teamgeists, um einen marginalen Vorteil zu erlangen, und erklärte, dass dieser „diese zusätzlichen drei bis fünf Prozent“ liefere, um diesen Titel zu gewinnen. Rummenigge wies dann auf die Ernennung von Luis Enrique im vergangenen Sommer als Beispiel für die Art von intelligenter Führung hin, die er befürwortete. Der Spanier führte PSG in seiner ersten Saison zum Ligue 1-Titel und nun ins Champions-League-Halbfinale.
Die Geschichte zwischen den Vereinen bietet den Hintergrund für Rummenigges Äußerungen. Neben dem Finale 2020 eliminierte Bayern PSG im Viertelfinale 2021. Das bevorstehende Spiel stellt ein weiteres Kapitel ihrer wachsenden Rivalität dar, wobei PSG die deutsche Spitzenmannschaft auf dem Weg zu einer möglichen ersten Champions-League-Krone überwinden will. Rummenigges Kommentare, die zwar die historische Identität von PSG abwerten, unterstreichen die rasante Transformation des Pariser Vereins zu einem ständigen Anwärter, eine Reise, die direkt durch die finanzielle Macht ermöglicht wurde, auf die er sich bezog.




