Fred Rutten ist als Bondscoach der Nationalmannschaft von Curaçao zurückgetreten, gab die Federashon Futbòl Kòrsou (FFK) am 11. Mai 2026 bekannt. Der Rücktritt erfolgt nur wenige Wochen bevor Curaçao zum ersten Mal an einem FIFA-Weltmeisterschaftsturnier teilnehmen wird.
Ruttens Rücktritt folgt auf das, was die FFK als „konstruktive Gespräche“ mit der Führung der Föderation bezeichnete. In einer Erklärung gab Rutten an, dass seine Entscheidung aus dem Wunsch resultierte, ein Klima zu vermeiden, das professionellen Beziehungen innerhalb des Teams und des Stabs schadet, was darauf hindeutet, dass interne Probleme zu seinem Ausscheiden beigetragen haben.
Laut der niederländischen Zeitung De Telegraaf hängt der Schritt mit dem Druck der Curaçaoer Spieler zusammen, die angeblich die Rückkehr von Dick Advocaat gefordert haben. Advocaat hatte zuvor die Nationalmannschaft trainiert und sie erfolgreich für die Weltmeisterschaft qualifiziert, bevor er im Januar zurücktrat, um sich um seine schwer erkrankte Tochter zu kümmern. Berichten zufolge hat sich ihr Gesundheitszustand seitdem verbessert.
Advocaats mögliche Rückkehr wäre ein bedeutendes Ereignis für Curaçao und würde Stabilität und Vertrautheit bei der Vorbereitung auf das Turnier bieten. Es wird erwartet, dass er einen Rekord aufstellen wird, indem er bei der Weltmeisterschaft als Trainer tätig ist. Rutten war erst für zwei offizielle Spiele verantwortlich, die beide mit Niederlagen gegen China und Australien endeten, was Bedenken hinsichtlich der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft aufwarf.
Das Team von Curaçao, das als Außenseiter im kommenden Turnier gilt, steht vor einem schwierigen Weg. Der Wechsel in der Führung so kurz vor dem Beginn der Weltmeisterschaft fügt ihren Vorbereitungen eine weitere Ebene der Komplexität hinzu. Das Team muss sich schnell an einen neuen taktischen Ansatz anpassen, falls Advocaat tatsächlich die Leitung übernimmt.




