
Sabatini: Titelrennen Noch Nicht Vorbei, Aber Inter Ist Klarer Favorit
Walter Sabatini, ehemaliger Sportdirektor von Vereinen wie Roma und Inter, hat darauf bestanden, dass das Titelrennen in der Serie A noch nicht vorbei ist, trotz der komfortablen Führung von Inter Mailand an der Tabellenspitze. In einem Interview räumte der erfahrene Funktionär die Größe des Vorsprungs der Nerazzurri ein, warnte aber, dass die Saison noch nicht abgeschlossen sei. Sabatini wies darauf hin, dass nur eine Mannschaft in der Geschichte der Serie A, Lazio in der Saison 1998/99, jemals eine Sieben-Punkte-Führung mit noch sieben verbleibenden Spielen verspielt hat, eine Leistung, die einen historischen Zusammenbruch erforderte.
Sabatini's Kommentare kommen vor einem entscheidenden Spiel am Sonntag, bei dem Inter auf Como trifft, eine Mannschaft, die unter Trainer Cesc Fabregas beeindruckt hat. Sabatini hob den bevorstehenden Schlagabtausch als potenzielle Falle für den Tabellenführer hervor. „Es ist sicherlich das schwierigste der verbleibenden Spiele“, sagte Sabatini laut Interview. Er lobte die allgemeine Qualität von Inter, insbesondere wenn Stürmer Lautaro Martinez auf dem Platz steht, und beschrieb den Argentinier als „den Propheten der Nerazzurri“.
Er lobte auch das gegnerische Team und würdigte die Arbeit von Como's Spielertrainer Cesc Fabregas. Sabatini bemerkte, dass Fabregas Como einen mutigen, selbstbewussten und manchmal provokativen Fußball spielen lässt, der der Liga Ehre macht. Er beschrieb das bevorstehende Spiel im San Siro als ein „sehr hartes Spiel“, bei dem „alles passieren kann“, angesichts der technischen und taktischen Lösungen beider Mannschaften.
Mit Blick auf die italienische Nationalmannschaft verteidigte Sabatini die Inter-Spieler, die bei der kürzlichen, enttäuschenden Niederlage gegen Slowenien im Elfmeterschießen in der UEFA Nations League zum Einsatz kamen. Er argumentierte, dass die Spieler gut gespielt hätten und das Ergebnis, obwohl schmerzhaft, ihre Bemühungen nicht schmälern dürfe. Er verurteilte auch das jüngste Buh-Konzerte gegen Inter-Verteidiger Alessandro Bastoni durch einige Fans und lobte die mentale Stärke des Spielers und die Unterstützung, die er von seinen Teamkollegen und der San Siro-Menge erhalten hat.
Zum Thema Zukunft der Nationalmannschaft äußerte sich Sabatini zur jüngsten öffentlichen Selbstnominierung von Antonio Conte für das Traineramt. Sabatini kritisierte den ehemaligen Inter- und Juventus-Trainer nicht und nannte seine öffentliche Erklärung einen „Akt des Mutes“. Sabatini brachte auch die Idee eines Sportdirektors für die Nationalmannschaft ins Spiel und schlug vor, dass eine permanente, clubähnliche Struktur die Stabilität und Kontinuität bieten könnte, die die Azzurri in letzter Zeit vermissen ließen. Er schlug vor, dass eine solche Rolle dazu beitragen könnte, eine „permanente Gruppe“ anstelle einer Ad-hoc-Vertretungsmannschaft aufzubauen und Italien näher an die Modelle anderer führender Fußballnationen zu bringen.


