
Köln und Leverkusen-Trainer streiten sich nach Bundesliga-Niederlage über Rasenzustand
Ein Nachspiel-Disput über den Zustand des Rasens im RheinEnergieSTADION hat den 2:1-Sieg von Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga überschattet. Der Trainer der Gäste, Kasper Hjulmand, deutete an, dass der trockene Untergrund die Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit beeinträchtigt habe, eine Behauptung, die von seinem Kölner Kollegen René Wagner entschieden zurückgewiesen wurde.
Der wichtige Auswärtssieg, gesichert durch zwei Tore von Patrick Schick auf beiden Seiten der Halbzeitpause, beendete die fünf Spiele andauernde Unbesiegbarkeit von Köln in der Liga. Luca Waldschmidt erzielte den Anschlusstreffer für die Gastgeber, doch sie konnten keinen Ausgleich erzielen, der sie näher an die mathematische Rettung gebracht hätte. Das Ergebnis katapultierte Leverkusen auf den fünften Platz, obwohl Hoffenheim sie bei ihrem eigenen Spiel noch überholen könnte.
Nach dem Spiel verknüpfte Hjulmand den wahrgenommenen Energieverlust seiner Mannschaft nach der Pause mit dem Zustand des Rasens. "In der zweiten Halbzeit fehlte uns etwas Energie", sagte Hjulmand laut Nachberichten. "Es ist ein Platz ohne Wasser, und das hat auch etwas mit dieser Leistung in der zweiten Halbzeit zu tun."
Der Kölner Trainer René Wagner wies die Anschuldigung umgehend zurück und betonte, dass der Verein den Rasen nicht absichtlich verändert habe, um sich einen Vorteil zu verschaffen. "Darf ich etwas zum Rasen sagen? Wenn Sie sagen, der Rasen sei nicht feucht genug (zu trocken) und das der Fall ist, dann würden wir uns entschuldigen", erklärte Wagner. Er fügte hinzu: "Aber das (der trockene Rasen) ist nicht der Fall. Ich möchte klarstellen, dass dies nicht der Fall war. Wir haben das nicht (absichtlich) getan, das ist nicht fair."
Der Dissens fügt dem Spiel, das an beiden Enden der Tabelle erhebliche Auswirkungen hatte, eine zusätzliche Kontroverse hinzu. Für Leverkusen sind die drei Punkte im Kampf um die europäische Qualifikation für die nächste Saison von entscheidender Bedeutung. Für Köln ist das Ende ihrer positiven Serie ein Rückschlag in ihrem Bestreben, den Klassenerhalt in der Bundesliga zu sichern, der sie mit mehreren verbleibenden Spielen nervös über die Schulter blicken lässt.
Öffentliche Meinungsverschiedenheiten über den Rasenzustand sind in der Bundesliga, in der die Standards der Rasenpflege in der Regel hoch sind, relativ selten. Der Fokus beider Vereine verlagert sich nun wieder auf die sportlichen Angelegenheiten, wobei Wagner seine Mannschaft nach einer knappen Niederlage wieder aufbauen und Hjulmand den Schwung Leverkusens für den Endspurt um einen Champions-League-Platz nutzen muss.



