Der Trainer von Juventus, Massimiliano Spalletti, hat öffentlich seinen Unmut über den langsamen Fortschritt des Vereins auf dem Transfermarkt zum Ausdruck gebracht und die Spieler angeblich mit der aktuellen Situation des Kaders konfrontiert. Laut Berichten in der italienischen Presse befürchtet Spalletti, dass die Mannschaft mit weniger als zwei Wochen Trainingseinheiten und nur zwei bestätigten Neuzugängen – dem ablösefreien Celik, ehemals von Roma, und dem jungen Talent Ekhator von Genua, der derzeit verletzt ist und voraussichtlich mindestens zwanzig Tage ausfallen wird – noch deutlich unvollständig ist.
Spalletti hatte nach dem sechsten Platz in der letzten Saison und der anschließenden Qualifikation für die Europa League eine umfassendere Umstrukturierung erwartet. Die ursprünglichen Ambitionen, einen Top-Torhüter wie Alisson oder Emiliano Martinez zu verpflichten, haben sich nicht materialisiert, und der Verein sucht weiterhin nach einem Ersatz oder einer Vertragsverlängerung für Stürmer Dusan Vlahovic. Der Trainer ist frustriert darüber, dass der aktuelle Kader weit von der Vision entfernt ist, die er am Ende der letzten Saison hatte.
Die Ankunft des neuen Sportdirektors Giovanni Carnevali und seines Stellvertreters Ricky Massara wurde von Spalletti gut aufgenommen und stellt eine positive Veränderung gegenüber der vorherigen Verwaltung unter Comolli dar. Trotz einer guten Arbeitsbeziehung wächst die Ungeduld des Trainers jedoch mit der näher rückenden Saisonbeginn der Serie A. Spalletti soll dem Team direkt gesagt haben: „Jungs, nehmt Tempo auf! Ich bleibe hier, aber viele von euch werden gehen.“
Derzeit glaubt Spalletti, dass er nur drei oder vier Spieler hat, die als Stammspieler garantiert sind – Manuel Locatelli, Andrea Cambiaso und Kalulu, möglicherweise zusammen mit Kelly oder Celik. Mehrere Spieler stehen kurz vor dem Abgang, darunter Torhüter Michele Di Gregorio, Verteidiger Juan Cabal und Joao Mario sowie Mittelfeldspieler Arthur. Der Trainer strebt mindestens fünf neue Verstärkungen an, um das Team vor dem Saisonbeginn am 23. August gegen Frosinone zu stärken. Ein Schlüsselziel bleibt Randal Kolo Muani, wobei Juventus sein Angebot auf über 40 Millionen Euro inklusive Boni erhöht hat und auf eine Antwort von Paris Saint-Germain wartet.




