Der Trainer von Juventus, Massimiliano Spalletti, hat Berichten aus Turin zufolge seine Frustration über den langsamen Fortschritt des Vereins auf dem Transfermarkt zum Ausdruck gebracht. Trotz seines Vertrauens in die neue Führung unter Giovanni Carnevali und Ricky Massara drängt Spalletti darauf, schnell Verstärkungen zu sehen und fordert mindestens fünf neue Spieler, um seinen Kader zu vervollständigen.
Bislang hat Juventus während des Transferfensters nur zwei Spieler verpflichtet: den ablösefreien Celik, ehemals von Roma, und das junge Talent Ekhator von Genua, wobei Ekhator derzeit mit einer Verletzung pausiert, die ihn voraussichtlich mindestens zwanzig Tage außer Gefecht setzen wird. Spalletti hatte nach dem sechsten Platz in der letzten Saison und der anschließenden Qualifikation für die Europa League einen umfassenderen Umbruch erwartet und gehofft, einen Ersatz für Dusan Vlahovic zu sichern oder zumindest den Vertrag des Serben zu verlängern, der ausläuft. Der Trainer kämpft Berichten zufolge damit, seine Enttäuschung über einen Kader zu verbergen, der seiner Vision noch weit entfernt ist.
Es heißt, Spalletti habe eine Verhaltensänderung durchgemacht und sei direkter und sogar strenger gegenüber seinen Spielern geworden, insbesondere gegenüber denen, deren Zukunft im Verein ungewiss ist. Mehrere Spieler werden derzeit für mögliche Abgänge in Betracht gezogen, darunter Torwart Michele Di Gregorio, Verteidiger Juan Cabal und Joao Mario sowie Mittelfeldspieler Arthur und andere. Spalletti soll dem Team unmissverständlich gesagt haben: „Tempo wechseln! Ich bleibe hier, aber viele von euch werden gehen.“
Mit dem bevorstehenden Saisonstart in der Serie A – Juventus’ Kampagne beginnt am 23. August gegen Frosinone – hat Spalletti derzeit nur drei oder vier Spieler, die er als sichere Stammspieler betrachtet: Manuel Locatelli, Andrea Cambiaso und Kalulu. Khephren Thuram und Kenan Yildiz befinden sich noch in der Genesung von jüngsten Verletzungen, während Weston McKennie, Gleison Bremer und Francisco Conceicao ihre post-saisonale Pause noch beenden. Der Trainer ist daher auf den Transfermarkt angewiesen, um Schlüsselpositionen zu besetzen, insbesondere in der Offensive und im Tor. Der Verein soll Emiliano Martinez von Aston Villa, Suzuki von Parma und Vicario von Tottenham als potenzielle Torhüter verfolgen, während Randal Kolo Muani von Paris Saint-Germain ein Prioritätstransfer in der Offensive ist, wobei Juventus über 40 Millionen Euro inklusive Boni geboten hat. Weitere Ziele sind Joshua Zirkzee auf Leihbasis von Manchester United und Mateo Pellegrino von Parma.
Spalletti hofft auch, eine defensive Verstärkung zu verpflichten und soll an Franck Kessie als ablösefreien Spieler und Douglas Luiz im Mittelfeld interessiert sein. Diese Transfers werden als entscheidend für die Ambitionen von Juventus angesehen, nach einer enttäuschenden Vorsaison wieder auf höchstem Niveau zu konkurrieren.



