
Steffen Baumgart entlassen: Union Berlin reagiert auf schwache Leistungen
Der 1. FC Union Berlin hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Steffen Baumgart getrennt, bestätigte der Verein am Samstag. Die Entscheidung folgt einer 0:2-Niederlage beim 1. FC Heidenheim, die den Verein auf dem 14. Platz der Bundesliga einreiht.
Auch die Co-Trainer Danilo de Souza und Kevin McKenna werden den Verein verlassen. Baumgart übernahm im Dezember 2024 das Amt, erlebte jedoch eine schwierige Phase, in der Union Berlin nur zwei seiner letzten 14 Bundesliga-Spiele gewann. Die Niederlage gegen Heidenheim, ein Team im Relegationsplatz, war für die Vereinsführung der entscheidende Faktor.
"Wir möchten Steffen, Danilo und Kevin für ihre Arbeit und ihr Engagement danken", sagte Horst Heldt, Direktor für Männer-Profifußball bei Union. "Wir wünschen ihnen alles Gute, sowohl beruflich als auch privat." Der Verein liegt derzeit nur sieben Punkte vor dem Relegationsplatz, eine prekäre Situation, die den Vorstand zum Handeln veranlasste.
Für den Rest der Saison wird die erste Mannschaft von Marie-Louise Eta betreut, die ihre derzeitige Rolle als designierte Cheftrainerin der Frauen-Mannschaft mit den Aufgaben der ersten Herren-Mannschaft verbindet. Eta, die zuvor die U19-Mannschaft des Vereins trainierte, schreibt Geschichte als erste Frau, die eine Männer-Mannschaft in der Bundesliga übernimmt. Sie ist die erste Frau, die in der Geschichte der Liga als festangestellte Cheftrainerin ernannt wird.
"Eine der Stärken von Union war und ist immer noch die Fähigkeit, in solchen Situationen zusammenzuhalten", sagte Eta in einer Erklärung. "Und natürlich bin ich überzeugt, dass wir mit dem Team die entscheidenden Punkte holen werden." Ihre unmittelbare Aufgabe wird es sein, den Bundesliga-Status von Union zu sichern, da der Verein nur sieben Punkte vor dem Relegationsplatz liegt.
Baumgarts Amtszeit, die im Dezember 2024 begann, brachte keine konstanten Erfolge. Seine Entlassung bedeutet ein schnelles Ende eines Projekts, das mit Optimismus begann, aber letztendlich nicht dazu führte, Union Berlin aus dem unteren Tabellendrittel zu führen. Der Verein hofft, dass die historische Ernennung von Eta einen neuen Impuls für den Endspurt der Saison geben kann.



