
Stephan Lichtsteiner bezeichnet ehemaligen Juventus-Teamkollegen Andrea Pirlo als 'Alien'
Der ehemalige Juventus-Verteidiger Stephan Lichtsteiner hat seinen ehemaligen Teamkollegen Andrea Pirlo aufgrund des überirdischen Talents des Mittelfeldspielers als „Alien“ bezeichnet. Die Anekdote kam während eines Interviews mit dem Schweizer Außenverteidiger, der jetzt Basel trainiert, zur Sprache, als er über ihre gemeinsame Zeit in Turin nachdachte.
Lichtsteiner erinnerte sich an Pirlo's sofortigen Einfluss nach seinem Wechsel zur Juventus im Jahr 2011, der auf seinen umstrittenen ablösefreien Transfer von Rivalen AC Mailand folgte. „Er hat mich schon beim ersten Trainingslager so beeindruckt“, sagte Lichtsteiner und hob hervor, wie Pirlo's technische Qualität und seine Übersicht von den ersten Trainingseinheiten an offensichtlich waren. Die Kommentare bieten einen persönlichen Einblick in eine Verpflichtung, die das Schicksal des Vereins grundlegend verändern sollte.
Der Kontext von Pirlo's Wechsel ist entscheidend, um Lichtsteiner's Lob zu verstehen. Als er 32 Jahre alt war, hielten viele im italienischen Fußball Pirlo nach einer erfolgreichen Zeit beim Milan für auf dem Rückweg. Juventus sicherte sich ihn jedoch ablösefrei, ein Geschäft, das heute als eine der transformativsten in der Geschichte der Serie A gilt. Unter Trainer Antonio Conte wurde Pirlo zum Regista an der Basis eines Mittelfelds, das Juventus zu den ersten vier Titeln seiner aktuellen neunjährigen Scudetto-Serie führte, die in der Saison 2011-12 begann.
Lichtsteiner, der im selben Sommer von Lazio kam, war eine Schlüsselkomponente in Conte's System und sorgte für unermüdlichen Einsatz auf der rechten Seite. Seine Perspektive unterstreicht, wie Pirlo's mühelose Klasse das gesamte Team gehoben hat. Die präzisen langen Pässe des Mittelfeldspielers initiierten oft Angriffe für die Außenverteidiger und schufen eine perfekte symbiotische Beziehung auf dem Platz. Pirlo's Einfluss reichte über den nationalen Erfolg hinaus, da er maßgeblich am Lauf der Juve bis zum Champions-League-Finale 2015 beteiligt war.
Pirlo's Vermächtnis bei Juventus ist gesichert, er absolvierte 164 Spiele in vier Saisons, gewann vier Meistertitel und einen Coppa Italia. Sein Stil definierte die Rolle des tief liegenden Spielmachers in Italien neu und brachte eine neue Ära der Raffinesse in Juventus' Spiel. Lichtsteiner's „Alien“-Kommentar spiegelt die seit langem von Fans und Experten geäußerten Gefühle über Pirlo's einzigartige, übernatürliche Fähigkeit wider, das Tempo eines Spiels zu kontrollieren.
Für Lichtsteiner, der nun seine Trainerkarriere in seiner Heimat Schweiz beginnt, hat die Erfahrung, an der Seite eines solchen Talents gespielt zu haben, offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Seine Bemerkungen dienen als Erinnerung an die immateriellen Vorteile eines strategischen ablösefreien Transfers, der einen Spieler brachte, dessen Wert alle potenziellen finanziellen Kosten überstieg. Die Partnerschaft zwischen dem fleißigen Verteidiger und dem unberechenbaren Mittelfeldspieler wurde zu einem Markenzeichen einer der erfolgreichsten Perioden in der Geschichte von Juventus.



