
Stéphane Richard wird neuer Präsident von Marseille, verspricht Stabilität und Champions-League-Ambitionen
Olympique Marseille hat Stéphane Richard offiziell als seinen neuen Präsidenten ernannt, wie der Verein am Freitag mitteilte. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende einer großen Telekommunikationsgruppe wurde vom Eigentümer Frank McCourt ernannt und heute auf einer Pressekonferenz vorgestellt.
Richard, gebürtig aus Marseille, betonte seine tiefe Verbundenheit mit der Stadt und dem Verein und bezeichnete die Position als "Traumjob". Er betonte, dass sein Hauptziel darin bestehe, dem Verein eine Phase der Stabilität und eine langfristige Vision zu bringen. "Meine Priorität ist es, eine Phase der Stabilität und eine langfristige Vision zu schaffen, die versuchen wird, alle zu versöhnen", sagte Richard. Er räumte die finanziellen Einschränkungen des Vereins ein, äußerte aber sein Vertrauen, diese zu bewältigen.
Zentral für seine Strategie ist der Fokus auf das sportliche Projekt. Richard erklärte seine Absicht, eine aktive Führung bei Entscheidungen über Neuverpflichtungen zu übernehmen, mit dem Ziel, ein konkurrenzfähiges Team aufzubauen. Sein unmittelbares sportliches Ziel ist klar: die Qualifikation für die UEFA Champions League, einen Wettbewerb, den er als entscheidend für das Ansehen und die Finanzen des Vereins ansieht. "Ich werde versuchen, der Dirigent zu sein, der die richtigen Entscheidungen in Bezug auf Neuverpflichtungen trifft", sagte er und fügte hinzu, dass er hoffe, im Endspurt der Saison einen Schub zu geben, um einen Platz unter den ersten Vier zu erreichen.
Seine Ernennung folgt auf eine Phase der Instabilität im Verein, mit mehreren Trainerwechseln und einer Fluktuation von Sportdirektoren. Es wird erwartet, dass Richard, der über Erfahrung im Geschäfts- und Politikbereich verfügt, einen strukturierteren, unternehmerischen Ansatz in die Vereinsführung einbringt. Er betonte die Notwendigkeit, die verschiedenen Fraktionen innerhalb und um den Verein zu vereinen, und erklärte, seine Rolle sei es, "alle zu versöhnen".
Obwohl die Sommer-Transferperiode eine Schlüsselprüfung für seine Strategie sein wird, liegt der unmittelbare Fokus von Richard auf den letzten Spielen der Saison. Der neue Präsident tritt am 2. Juli sein Amt an, und seine Amtszeit wird daran gemessen, ob er den Verein an die Spitze des französischen und europäischen Fußballs zurückführen kann, eine Herausforderung, die er als tiefe persönliche Leidenschaft und Verantwortung bezeichnete.



