
Stuttgart von Werder Gehalten, Demirovic Rettet Punkt
Der VfB Stuttgart sah seine Ambitionen auf einen Platz in den Top Vier der Bundesliga durch ein 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen am Sonntag auf eigener Anlage gebremst. Ermedin Demirovic kam von der Bank und köpfte in der 61. Minute den Ausgleich für Stuttgart, womit er den Führungstreffer von Jens Stage in der 18. Minute für die Gäste zunichtemachte. Das Ergebnis lässt Stuttgart auf dem vierten Platz, dem letzten direkten Qualifikationsplatz für die Champions League, zurück, aber der Vorsprung auf Hoffenheim und Bayer Leverkusen ist nun prekär.
Laut den nach dem Spiel von Sportschau zitierten Aussagen räumte Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß die gemischten Gefühle innerhalb seines Teams ein. "Wir hätten gerne gewonnen und sind einerseits vom Ergebnis enttäuscht, andererseits freuen wir uns aber über den Punkt", sagte Hoeneß. Das Unentschieden kommt nur drei Tage nachdem sich Stuttgart einen Platz im DFB-Pokalfinale gesichert hatte, eine mögliche Ablenkung, die zu einem zögerlichen Start gegen eine entschlossene Bremer Mannschaft beigetragen haben könnte.
Werder Bremen, das um den Verbleib in der höchsten Spielklasse kämpft, begann die Partie druckvoller und wurde belohnt, als Jens Stage sein zehntes Saisontor mit einem flachen Schuss aus der Distanz erzielte. Der dänische Mittelfeldspieler, der auch beim jüngsten Nordderbysieg gegen den Hamburger SV einen Doppelpack erzielte, setzte seine starke Form fort. Stuttgart tat sich schwer, klare Torchancen zu kreieren, wobei Bremens Torhüter Mio Backhaus eine scharfe Parade zeigte, um Bilal El Khannouss in der ersten Halbzeit zu stoppen.
Die Einwechslung von Demirovic in der 57. Minute erwies sich für die Gastgeber als entscheidend. Der bosnische Stürmer brauchte nur vier Minuten, um sich zu beweisen, und nickte eine Flanke von El Khannouss kraftvoll zur zum Ausgleich ein. Seine Wirkung unterstrich seinen Wert als klinischen Abschlussspieler und leistete einen rechtzeitigen Beitrag in Abwesenheit des verletzten Serhou Guirassy. Trotz des erhöhten Drucks von Stuttgart hielt Bremens Abwehr, angeführt von Amos Pieper und unterstützt von Backhaus, standhaft und sicherte einen wertvollen Punkt auswärts.
Für Stuttgart liegt der Fokus nun auf einem entscheidenden Endspurt. Sie treffen am nächsten Wochenende auf den direkten Konkurrenten Hoffenheim, gefolgt von einem Heimspiel gegen Leverkusen. Diese direkten Duelle werden voraussichtlich über ihr Schicksal in der Champions League entscheiden. Für Werder Bremen bringt der Punkt sie näher an die mathematische Sicherheit und liegt nun sechs Punkte vor dem Relegationsplatz. Trainer Daniel Thioune sagte Sportschau, er betrachte das Unentschieden als einen "kleinen Erfolg" und einen potenziell "sehr wertvollen Punkt" in ihrem Kampf um den Klassenerhalt.



