Der Trainer von VfB Stuttgart, Sebastian Hoeneß, hat seine Überraschung über die Nichtberücksichtigung von Maximilian Mittelstädt und Chris Führich im deutschen Kader für die kommenden Länderspiele zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig seine Zuversicht in Torwart Alex Nübel bekräftigt. Hoeneß äußerte sich zu der Situation während einer Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalfinale von Stuttgart gegen Bayern München, wobei er die Entscheidungen des Nationaltrainers Julian Nagelsmann anerkannte, aber subtil die Gründe für das Auslassen der beiden formstarken Spieler in Frage stellte.
Sowohl Mittelstädt als auch Führich waren wichtige Bestandteile der beeindruckenden Bundesliga-Saison von Stuttgart, in der sie um einen Champions-League-Platz kämpfen. Mittelstädt, ein Linksverteidiger, sorgte sowohl für defensive Stabilität als auch für offensive Impulse und trug mit Assists und konstanten Leistungen bei. Führich, ein Flügelspieler, war eine dynamische Bedrohung, die seine Geschwindigkeit und Dribbelstärke nutzte, um Torchancen zu kreieren. Ihre Abwesenheit im deutschen Kader war Gegenstand von Diskussionen unter Fans und Experten.
Hoeneß bemühte sich, direkte Kritik an Nagelsmann zu vermeiden und erklärte, dass die Entscheidung des Nationaltrainers „akzeptiert werden muss“. Er betonte jedoch seine eigene Einschätzung der Form der Spieler und wies darauf hin, dass er sie täglich im Training und während der Spiele beobachte. Er hob auch ihre positive Reaktion auf den Rückschlag hervor und sagte, die Nichtnominierung habe als Motivation für das Pokalfinale gedient.
Im Hinblick auf die Situation um Alex Nübel räumte Hoeneß Bedenken aus, dass die ungewisse Zukunft des Leihspielers des FC Bayern seine Leistung beeinträchtigen würde. Nübel ist in dieser Saison vom FC Bayern zu Stuttgart ausgeliehen und hat sich als erster Torwart etabliert, der eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Mannschaft spielt. Seine langfristige Zukunft ist weiterhin unklar, wobei ein möglicher Rückkehr zum FC Bayern bevorsteht, aber Hoeneß glaubt, dass sich der Spieler voll und ganz auf seine Aufgabe konzentriert. Laut Hoeneß hat Nübel eine „sehr gute Saison“ gespielt und wird ein „zentraler Pfeiler“ im Pokalfinale sein.
Nübel wechselte ursprünglich 2020 vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München, hatte aber Schwierigkeiten, sich als unumstrittene Nummer eins zu etablieren, und verbrachte Zeit auf Leihbasis bei Monaco, bevor er zu Stuttgart wechselte. Die Leistungen des Torwarts in dieser Saison haben die Debatte über sein Potenzial, Manuel Neuer um den Platz im Bayern-Tor herauszufordern, neu entfacht. Der starke Pokalrun von Stuttgart und die mögliche Qualifikation für die Champions League könnten Nübels Ruf weiter verbessern und seine zukünftigen Perspektiven beeinflussen.



