Das Reserveteam von Juventus, Juventus Next Gen, hat seine bisher beste Platzierung in der Serie C erreicht und sich mit dem fünften Platz in Gruppe B für die Aufstiegs-Playoffs qualifiziert. Die Mannschaft, trainiert von Massimo Brambilla, trifft im ersten Playoff-Runde auf Vis Pesaro, aber der eigentliche Erfolg der Saison liegt in der Entwicklung mehrerer Spieler, die nun für das Profiteam bereit gehalten werden. Diese Leistung unterstreicht den Wert des U23-Projekts, so der Sportdirektor des Jugendbereichs des Vereins, Claudio Chiellini.
Chiellini drückte seine Zufriedenheit mit dem Saisonergebnis aus und betonte die inhärenten Herausforderungen, mit einem U23-Kader professionell zu konkurrieren. Er betonte, dass über die Ligaposition hinaus der deutliche Fortschritt der einzelnen Spieler seit Saisonbeginn der lohnendste Aspekt sei. Seine Äußerungen kommen inmitten der jüngsten Debatte im italienischen Fußball über den Nutzen solcher B-Team-Strukturen nach dem Scheitern der Nationalmannschaft, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren.
Der Weg von Next Gen ins Profiteam wurde in dieser Saison erfolgreich von Kenan Yildiz demonstriert, der nach seinem Aufstieg durch das Reserveteam zu einem regelmäßigen Bestandteil von Massimiliano Allegris erster Mannschaft geworden ist. Der Verein identifiziert nun mehrere weitere Talente mit einer ähnlichen Entwicklung. Besonders hervorzuheben sind die defensiven Talente Alessandro Gil und der Linksverteidiger Michele Puczka, sowie die Mittelfeldspieler Joseph Owusu und Tommaso Faticanti, die bereits mit dem Profiteam trainiert oder in den Kader berufen wurden.
Ein weiterer Beweis für die Effektivität des Projekts waren die Januar-Neuzugänge, die sich schnell integrierten, darunter die Stürmer Nikola Jovic Licina, Ebrima Darboe und der Verteidiger David Oboavwoduo. Das Next Gen-System fungiert als entscheidende Brücke, die es Juventus ermöglicht, junge Talente aus der ganzen Welt zu scouten und zu entwickeln und ihnen eine Plattform für den Einstieg in den Elitefußball zu bieten. Chiellini wies auf die wachsende Zahl von ehemaligen Spielern hin, die in Europa erfolgreich sind, wie Dean Huijsen, der jetzt bei Roma spielt, nachdem er eine Zeit lang bei Juventus war, und Luka Muharemovic.
Der Sportdirektor gab einen breiteren Kontext und erklärte, dass derzeit etwa fünfzehn ehemalige Next Gen-Spieler in europäischen Wettbewerben spielen, rund dreißig in der Serie A oder anderen Top-Internationale Ligen, weitere dreißig in der Serie B und weitere dreißig in der dritten Liga. Er argumentierte, dass das Projekt nicht nur Spieler, sondern auch zukünftige Führungskräfte, Trainer und Fachleute fördert, die die Werte und die Methodik des Vereins in die breite Fußballwelt tragen.
Während sich die Next Gen-Mannschaft auf ihr Playoff-Spiel vorbereitet, bleibt der Fokus innerhalb der Vereinsführung weiterhin fest auf der langfristigen Entwicklung ausgerichtet. Der historische fünfte Platz bestätigt das Betriebsmodell und beweist seine Fähigkeit, wettbewerbsfähig zu sein und gleichzeitig seine Kernaufgabe zu erfüllen, die nächste Generation von Juventus-Spielern auf die Anforderungen des Spitzensports vorzubereiten.



