
Totti fordert Einheit bei Roma und Respekt für die Fans im Kampf um die Champions League
Francesco Totti hat zu Einheit bei AS Roma aufgerufen und die Vereinsführung aufgefordert, ihre Differenzen zum Wohle der Mannschaft und ihrer Anhänger beiseite zu legen. Die Giallorossi-Legende äußerte sich bei einer Veranstaltung für eBay Live zu den jüngsten öffentlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Trainern Claudio Ranieri und Gian Piero Gasperini und forderte einen Fokus auf die Ziele des Vereins.
"Als Fan ist das Haupt- und vorrangige Ziel, auch bei internen Meinungsverschiedenheiten zusammenzuhalten", sagte Totti. Er betonte die Notwendigkeit, dass sowohl Ranieri als auch Gasperini "Respekt für die Roma-Fans und den Verein" zeigen. Die Kommentare des ehemaligen Kapitäns kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt im Rennen um die Qualifikation für die Champions League, wobei der Verein derzeit drei Punkte hinter Juventus liegt.
Mit dem Höhepunkt der Saison betonte Totti die Notwendigkeit von Einheit. "Ich hoffe, dass alle ihre Kräfte bündeln und wir am Ende der Saison eine Bestandsaufnahme machen", sagte er und fügte hinzu, dass interne Probleme zu einem anderen Zeitpunkt angegangen werden sollten. Die Vereinslegende blickte auch auf ihre eigene Karriere und den Zustand des italienischen Fußballs zurück. Er erinnerte sich gerne an die Weltmeisterschaft 2006 und lobte Trainer Marcello Lippi für seine Unterstützung nach einer Verletzung, wobei Lippis Besuch nach seiner Operation ihm "unglaubliche Überzeugung" gab.
Das Gespräch wandte sich einigen der größten Namen des Fußballs zu, wobei Totti dem legendären Ronaldo Nazário Tribut zollte. Er beschrieb den Brasilianer als ein außerirdisches Talent und sagte: "Das ist kein Fußballer, das ist ein Marsianer. Nach Maradona war er der stärkste Spieler überhaupt." Er lobte auch seinen ehemaligen Rivalen Gianluigi Buffon als "einen der Stärksten der Welt, aller Zeiten". Die Diskussion veranlasste zu einer Reflexion über seine eigene Karriere, einschließlich der entscheidenden Entscheidung, bei Roma zu bleiben.
Totti bestätigte auch langjährige Gerüchte über ein ernsthaftes Angebot von Real Madrid im Jahr 2004. "Sie wollten mich, ja, im Jahr 2004", bestätigte er. "Es gab einen echten Anlauf." Er nannte seine "Liebe zu den Fans, dem Verein und der Familie Sensi" als Gründe, warum er die spanischen Giganten ablehnte und ein Vereinsspieler blieb. Obwohl er zugab, dass er anderswo mehr Titel gewonnen hätte, schloss Totti, dass die "Magie" der Liebe der Roma-Fans ein größerer Preis sei.
Seine Kommentare kommen zu einem kritischen Zeitpunkt für den Verein, der um einen Platz unter den ersten Vier und die finanziellen und sportlichen Belohnungen der Champions-League-Qualifikation kämpft. Tottis Aufruf zur Einheit wird als direkte Botschaft an die derzeitige Führung und das technische Personal gesehen, um in den entscheidenden letzten Spielen der Saison ein geschlossenes Bild zu präsentieren.



