
UEFA erwartet deutlichen Anstieg der kommerziellen Einnahmen, wodurch die finanziellen Einsätze in der Champions League steigen
Die UEFA wird voraussichtlich ab dem nächsten Jahr ihre jährlichen kommerziellen Einnahmen um 1 Milliarde Euro steigern, ein Anstieg von 40 %, der durch neue globale Sponsoringverträge getrieben wird. Dies wird die gesamten Einnahmen aus Klubwettbewerben auf über 6 Milliarden Euro pro Jahr anheben und die finanziellen Einsätze für die Qualifikation für die Champions League deutlich erhöhen. Dieser Schub intensiviert das Rennen um die Top-Vier-Plätze in den europäischen Ligen und wirft Bedenken hinsichtlich der wachsenden finanziellen Kluft zwischen Spitzenklubs und dem Rest auf.
Laut einer Untersuchung von The Guardian wird die UEFA ab dem nächsten Jahr voraussichtlich zusätzliche 1 Milliarde Euro pro Jahr durch kommerzielle Einnahmen im Zusammenhang mit ihren Klubwettbewerben generieren. Die britische Zeitung berichtet, dass der europäische Dachverband diesen Anstieg der kommerziellen Einnahmen um 40 % durch zwei bevorstehende globale Sponsoringverträge erzielen wird, einen mit einem Zahlungsdienstleister und einen mit einem Technologiepartner. Dieser deutliche finanzielle Aufschwung unterstreicht den wachsenden wirtschaftlichen Imperativ für Vereine, sich für die UEFA Champions League zu qualifizieren.
Der Bericht besagt, dass die prognostizierte Steigerung der kommerziellen Einnahmen, kombiniert mit bereits gesicherten Übertragungsrechten, die gesamten jährlichen Einnahmen der UEFA aus Klubwettbewerben voraussichtlich auf über 6 Milliarden Euro anheben wird. Dies stellt einen erheblichen Anstieg gegenüber den derzeitigen 4,4 Milliarden Euro dar. Der Anstieg folgt auf ein deutliches Wachstum beim Verkauf von Fernsehrechten in den fünf größten europäischen Märkten im vergangenen Jahr, darunter ein Anstieg von 20 % in Großbritannien und ein Anstieg von 30 % in Deutschland.
Diese finanzielle Expansion ist zum Teil auf den Wechsel der UEFA von der Zusammenarbeit mit der Schweizer Agentur Team zur Partnerschaft mit Relevent Football Partners mit Sitz in den Vereinigten Staaten zurückzuführen, die das System für den Verkauf der kommerziellen Rechte des europäischen Fußballs überholt hat. Im aktuellen Verteilungsmodell werden 74 % der Einnahmen der UEFA an die Teilnehmer der Champions League, 17 % an die Vereine der Europa League und 9 % an die Conference League ausgeschüttet. Folglich wird erwartet, dass die steigende kommerzielle Flut die Boote der Spitzenvereine am deutlichsten anhebt.
Für Vereine in ganz Europa, insbesondere in Ligen wie der italienischen Serie A, intensiviert die erhöhte finanzielle Belohnung das Rennen um die Top-Vier-Plätze. Juventus, derzeit auf dem vierten Platz hinter Inter Mailand, Napoli und AC Mailand, wird noch stärker motiviert sein, die Qualifikation für die Champions League zu sichern. Der erhöhte Einnahmenstrom festigt die wirtschaftliche Kluft zwischen Vereinen, die regelmäßig in Europas prestigeträchtigstem Wettbewerb antreten, und solchen, die dies nicht tun, weiter.
Die Untersuchung von The Guardian weist darauf hin, dass dieser bevorstehende Windfall auch den Druck auf die UEFA erhöht, ihr Einnahmenverteilungsmodell zu überdenken, um Vereine außerhalb der absoluten Spitze besser zu unterstützen. In der vergangenen Saison erhielten sieben Vereine mehr als 100 Millionen Euro an UEFA-Preisgeldern, wobei der Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain mit 144,4 Millionen Euro führte. Dies hat die Bedenken verstärkt, dass die wachsende finanzielle Kluft den Wettbewerbsgleichgewicht im europäischen Fußball schädigen könnte, auch wenn sie die führenden Institutionen des Sports bereichert.



