Der 1. FC Union Berlin hat am Donnerstag die Verpflichtung von Mauro Lustrinelli als neuen Cheftrainer zur Saison 2026/27 bekannt gegeben. Lustrinelli kommt vom FC Thun, wo er kürzlich die Schweizer Meisterschaft gewonnen hat. Der Verein hofft, dass er einen proaktiveren Spielstil implementiert.
Der 50-jährige Lustrinelli wechselt zu Union Berlin nach einer erfolgreichen Zeit beim FC Thun, wo er die Schweizer Mannschaft zum überraschenden Gewinn des Meistertitels in der gerade beendeten Saison führte, was die erste nationale Meisterschaft in der Vereinsgeschichte darstellt. Er war seit 2022 Cheftrainer von Thun.
Vor seiner Tätigkeit bei Thun trainierte Lustrinelli die Schweizer U21-Nationalmannschaft. Bemerkenswert ist auch, dass er 2013 zusammen mit Union-Berlin-Legende Urs Fischer als Co-Trainer beim FC Thun tätig war, ein Zusammenhang, den der Verein in seiner Ankündigung hervorhob. Lustrinelli löst die Interimstrainerin Marie-Louise Eta ab, die als erste Frau in der Geschichte der Bundesliga einen Cheftrainerposten übernahm und in der nächsten Saison das Frauenteam des FCU leiten wird.
Laut einer Erklärung des Vereins strebt Union Berlin unter Lustrinelli einen proaktiveren Spielstil an. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim 1. FC Union Berlin“, sagte Lustrinelli. „Union ist ein besonderer Verein mit klaren Werten und ehrlichen Menschen. Ich bin hochmotiviert und voller Vorfreude darauf, gemeinsam mit den Gremien, den Mitarbeitern, den Fans und natürlich mit dem Team einen neuen Weg zu beschreiten.“
Der Geschäftsführer von Union Berlin, Horst Heldt, erläuterte die Gründe für die Verpflichtung. „Mauro Lustrinelli hat in den letzten Jahren gezeigt, wie er Mannschaften formen und entwickeln kann“, erklärte Heldt. „Der Meistertitel mit einer Aufstiegsmannschaft spricht für seine fachlichen Qualitäten, aber auch für seine Fähigkeit, eine Gruppe zu führen und zu inspirieren. Sein Spielstil entspricht auch unseren Vorstellungen. Wir wollen aktiver spielen, mehr junge Spieler integrieren und gemeinsam erfolgreich sein.“
Die Verpflichtung signalisiert eine klare Absicht von Union Berlin, auf der etablierten Bundesliga-Präsenz mit einem Trainer aufzubauen, der für die Entwicklung von Mannschaften und das Erreichen von Erfolg gegen alle Widrigkeiten bekannt ist. Lustrinellis frühere Zusammenarbeit mit Fischer könnte sich ebenfalls als vorteilhaft erweisen, während der Verein seine Zukunft gestaltet.



