
Union SGs Burgess schließt Vereine mit rechtsextremen Fangruppen aus
Christian Burgess, Kapitän von Union Saint-Gilloise, hat erklärt, er könne niemals für einen Verein spielen, dessen Anhänger Werte vertreten, die er als rechtsextrem betrachtet. Der 34-jährige englische Verteidiger äußerte sich in einem Interview mit der belgischen Zeitung La DH vor dem jüngsten Playoff-Sieg seines Teams gegen Sint-Truiden.
Burgess erläuterte seine Haltung deutlich und sagte: „Es gibt Vereine, deren Anhänger, sagen wir mal, rechtsextrem sind. Es wäre für mich sehr schwierig, für einen solchen Verein zu spielen.“ Während er eine klare Position bezog, betonte der Innenverteidiger, dass er nicht radikal sei und er diejenigen respektiere, die anderer Meinung seien. Er verwies auf seine öffentliche Ablehnung des Brexit während seiner Zeit bei Portsmouth und stellte fest, dass dies „nicht jedermanns Geschmack war“, aber betonte, dass unterschiedliche politische Meinungen Menschen nicht von Natur aus schlecht machten.
Die Prinzipien des erfahrenen Verteidigers erstrecken sich über den Platz hinaus und stimmen mit anderen engagierten Fußballern überein. Er bemerkte humorvoll, dass er lieber mit sozialbewussten Spielern wie Héctor Bellerín und Borja Iglesias in den Urlaub fahren würde als mit Dani Carvajal von Real Madrid, dessen politische Verbindungen von einigen Fans in Spanien in Frage gestellt wurden.
Burgess ist seit seinem Wechsel von Portsmouth im Jahr 2020 eine tragende Säule für Union Saint-Gilloise und hat dazu beigetragen, den traditionsreichen Brüsseler Verein von der belgischen zweiten Liga zu regelmäßigen europäischen Qualifikationen und einer Titelanforderung zu führen. Seine Führungsqualitäten und konstanten Leistungen haben ihn zu einem Publikumsliebling im Stade Joseph Marien gemacht.
Diese öffentliche Erklärung könnte seine zukünftigen Karriereentscheidungen potenziell beeinflussen, obwohl er noch einen Vertrag bei Union SG hat. Mit 34 Jahren wäre ein möglicher Transfer wahrscheinlich ein kurzfristiger Wechsel, und seine Äußerungen könnten seine Optionen in bestimmten europäischen Ligen einschränken, in denen Vereine problematische Verbindungen zu extremistischen Fangruppen haben. Seine Haltung unterstreicht den wachsenden Trend, dass Spieler neben sportlichen Projekten auch die Klubkultur und die Ethik der Anhänger berücksichtigen.
Für Union Saint-Gilloise stärkt die Bindung an einen Spieler von Burgess' Qualität und moralischer Überzeugung die Identität des Vereins, während er sich auf eine weitere Saison vorbereitet, die voraussichtlich kontinentale Wettbewerbe beinhaltet. Seine Äußerungen bekräftigen die Werte, die der Verein in seinem jüngsten Aufstieg gefördert hat und die möglicherweise seine eigene vielfältige und gemeinschaftsorientierte Fangemeinde in Brüssel ansprechen.



