
US-Oberster-Gerichtsbeschluss Könnte Infantino Vor Strafverfolgung Schützen
Ein Beschluss des US-Obersten Gerichtshofs hat ein unteres Gericht angewiesen, die Abweisung wichtiger Strafverfolgungen im Zusammenhang mit dem FIFAGate-Skandal erneut zu prüfen, nachdem das Justizministerium eine entsprechende Anfrage gestellt hat. Diese Entwicklung, wie vom Magazin So Foot berichtet, könnte die rechtlichen Risiken für den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026 erheblich reduzieren. Der Bericht legt nahe, dass diese gerichtliche Wendung mit der engen Beziehung zwischen Infantino und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zusammenhängen könnte.
Ein Beschluss des US-Obersten Gerichtshofs hat die Möglichkeit für das Justizministerium wiedereröffnet, wichtige strafrechtliche Verfolgungen im Zusammenhang mit dem FIFAGate-Skandal fallen zu lassen, eine Entwicklung, die dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino erheblich zugutekommen könnte. Laut Dokumenten, die das französische Magazin So Foot erhalten hat, verwies der Beschluss des Obersten Gerichtshofs vom 12. Januar zwei wichtige FIFAGate-Fälle im Zusammenhang mit internationalen Fußballübertragungsrechten an ein Berufungsgericht in New York zurück. Das Gericht wurde angewiesen, die Fälle im Lichte eines offiziellen Antrags des Justizministeriums auf Einstellung der Verfahren erneut zu prüfen.
Die betreffenden Fälle betreffen die Full Play Group und den ehemaligen Manager Hernan Lopez. Diese gerichtliche Wendung, die in einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung von So Foot berichtet wurde, reduziert die rechtlichen Risiken für Randfiguren, die mit dem langjährigen Korruptionsskandal in Verbindung stehen. Infantino, der vor seiner Präsidentschaft als FIFA-Justizdirektor tätig war, befand sich im Umfeld des Skandals, wurde aber nie angeklagt.
Der Zeitpunkt dieser potenziellen rechtlichen Schließung ist bemerkenswert, da sie nur wenige Monate vor der Weltmeisterschaft 2026 stattfindet, die gemeinsam von den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. Analysten vermuten, dass dies Infantino ermöglichen könnte, das Turnier ohne den Schatten laufender US-Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit der Verwaltung seines Vorgängers zu überwachen. Der Bericht von So Foot stellt die Hypothese auf, dass diese Entwicklung dazu beitragen könnte, die bemerkenswert enge Beziehung zwischen Infantino und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zu erklären.
Die Untersuchung legt nahe, dass bestimmte Gefallen der FIFA gegenüber der Trump-Administration als Teil einer Vereinbarung interpretiert werden könnten, um die Schließung des rechtlichen Kapitels FIFAGate zu gewährleisten. Diese angeblichen Gefallen umfassen laut Bericht die vermeintliche Nachsicht der FIFA gegenüber Trumps Äußerungen zum Iran und die Vergabe der Weltmeisterschaft 2018 an Russland unter Infantinos Aufsicht. Der Bericht impliziert, dass diese Maßnahmen Teil eines umfassenderen politischen Kalküls gewesen sein könnten.
Infantino hat stets jegliches Fehlverhalten bestritten und sich als Reformer positioniert, der die FIFA nach der Verhaftung mehrerer Top-Manager im Jahr 2015 bereinigt hat. Der FIFAGate-Skandal führte zu Verurteilungen und Schuldbekenntnissen zahlreicher Fußballbeamter und Marketingleiter wegen Erpressung, Drahtbetrugs und Geldwäsche. Die mögliche Einstellung der verbleibenden Fälle würde einen wichtigen Wendepunkt darstellen und die bahnbrechende Strafverfolgung internationaler Fußballkorruption durch die US-Regierung faktisch beenden.
Rechtsexperten weisen darauf hin, dass eine Entscheidung des Justizministeriums, Fälle einzustellen, nach einem Regierungswechsel oder nach einer strategischen Überprüfung nicht ungewöhnlich ist. Die Anwendung auf eine so hochkarätige internationale Korruptionsuntersuchung würde jedoch eine erhebliche Prüfung nach sich ziehen. Für die derzeitige Führung der FIFA würde das Auslaufen der FIFAGate-Verfahren Infantinos Image als Überlebenskünstler festigen, der die Organisation durch ihre tiefste Krise geführt hat. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim New Yorker Berufungsgericht, das die Fälle auf der Grundlage der neuen Position der Regierung erneut prüfen muss.



