Eine Muskelverletzung hat den geplanten automatischen Kauf von Nico González durch Atlético Madrid in Frage gestellt, der im Rahmen seiner Leihe von Juventus auf 32 Millionen Euro festgelegt war. Der Flügelspieler benötigte nur noch zwei weitere Einsätze in La Liga, um die Kaufoption auszulösen. Atlético wird nun voraussichtlich über eine geringere Ablösesumme verhandeln, die sich auf etwa 25 Millionen Euro beläuft, um ihn dauerhaft zu verpflichten.
Der dauerhafte Transfer von Nico González zu Atlético Madrid ist nach einer Muskelverletzung, die den Spieler voraussichtlich vier Wochen außer Gefecht setzt, ins Wanken geraten. Berichten zufolge bedeutet die Verletzung, dass der argentinische Flügelspieler die erforderliche Anzahl an Einsätzen nicht erreichen wird, um die automatische Kaufoption in Höhe von 32 Millionen Euro auszulösen. Atlético Madrid hat Juventus offiziell über den Zustand des Spielers informiert und wird nun voraussichtlich eine erneute Verhandlung der Ablösesumme suchen.
Der 26-Jährige war nur noch zwei La-Liga-Einsätze von der Aktivierung der verpflichtenden Kaufoption entfernt, die bei seinem Wechsel zu Diego Simeones Mannschaft im vergangenen Sommer vereinbart worden war. Juventus hatte auf diese garantierten Einnahmen gehofft, um seine eigenen Sommer-Transferpläne zu finanzieren, aber diese finanzielle Sicherheit ist nun geschwunden. Stattdessen soll Atlético, so wird berichtet, versuchen, die Kosten für die Übernahme um mindestens ein Drittel zu senken und eine neue Verhandlungsrunde zwischen den Vereinen einzuleiten.
Trotz des Rückschlags war González in dieser Saison eine wichtige Figur für Atlético und bestritt 39 Spiele, in denen er fünf Tore erzielte, alle in der Liga. Er hatte seinen Status als einer von Simeones Vertrauensspielern gefestigt, und seine jüngste Form hatte sogar die Hoffnung auf eine dauerhafte Zukunft in Madrid verstärkt. Seine Verletzung hält ihn jedoch für den Rest der Saison außer Gefecht, einschließlich eines entscheidenden Champions-League-Halbfinals gegen Arsenal, was Simeone zwingt, auf Alternativen wie Samuel Lino und Rodrigo Riquelme zurückzugreifen.
Die Situation stellt alle Beteiligten an einen Scheideweg. Juventus würde einem Rückkehr von González nicht unbedingt ablehnend gegenüberstehen, auch wenn die erwarteten Einnahmen ausbleiben. Italiens Nationaltrainer Luciano Spalletti soll ein Bewunderer des Spielertyps sein und könnte eine Lösung für die rechte Seite der 'Bianconeri' in der nächsten Saison bieten. González selbst steht nun vor einem Wettlauf gegen die Zeit, um für die Copa América mit Argentinien in diesem Sommer fit zu werden, nachdem er kürzlich nach einer Abwesenheit in den Kader von Lionel Scaloni zurückgekehrt war.
Das wahrscheinlichste Ergebnis ist nun eine erneute Verhandlung des Transfers. Die Grundlage für einen Kompromiss könnte, so die Berichte, eine Ablösesumme in Höhe von etwa 25 Millionen Euro sein, die Juventus immer noch einen Gewinn auf den Spieler ermöglichen würde, den sie 2021 von Stuttgart verpflichtet hatten, während Atlético seine Dienste zu geringeren Kosten sichern könnte. Die Verletzung hat den Transfer lediglich von einem automatischen Verfahren in eine neue Verhandlungsrunde verwandelt, wobei die Zukunft von González bis zum Abschluss einer Einigung in der Schwebe ist.




