Watford hat sich am Sonntag von Cheftrainer Edward Still getrennt, bestätigte der Verein. Auch der Trainer der ersten Mannschaft, Karim Belhocine, hat Vicarage Road mit sofortiger Wirkung verlassen. Die Entscheidung folgt auf eine 4:0-Niederlage gegen Coventry City am letzten Spieltag der Championship, die Watford auf dem 16. Platz beendete.
Still, der jüngere Bruder des ehemaligen Southampton-Managers Will Still, wurde im Februar mit der Aufgabe betraut, den Verein zu stabilisieren. Laut Vereinsstatistiken gelang ihm jedoch nur in drei seiner 16 Spiele ein Sieg, begleitet von vier Unentschieden und neun Niederlagen. Seine Entlassung erfolgt nach einer acht Spiele andauernden Siegesserie, die bis Mitte März zurückreicht, wobei das Team zehn Punkte über der Abstiegszone, aber 18 Punkte unter den Playoff-Plätzen landete.
Der belgische Trainer, zuvor Co-Trainer beim RC Lens, war arbeitslos, bevor er den Job bei Watford annahm. Seine Ernennung wurde als Fortsetzung des jüngsten Trends des Vereins gesehen, sich auf junge, progressive Trainer zu verlassen, aber er konnte nicht den Erfolg wiederholen, den sein Bruder kurzzeitig in der Premier League gefunden hatte. Die offizielle Erklärung des Vereins dankte Still und Belhocine für ihre Bemühungen und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft.
Die Eigentümer von Watford, die Familie Pozzo, müssen nun ihren fünften festen Cheftrainer in etwas mehr als drei Jahren finden. Der Verein wird eine Persönlichkeit suchen, die für Beständigkeit sorgt und in der nächsten Saison eine Aufstiegskampagne starten kann, nachdem er 2023 aus der Premier League abgestiegen ist. Die Suche nach einem Nachfolger soll unverzüglich beginnen, die neue Championship-Saison beginnt Anfang August.
Die Entlassung unterstreicht den volatilen Charakter des Trainerpostens bei Watford, einem Verein mit dem Ruf für häufige Wechsel auf der Trainerbank. Die nächste Ernennung wird entscheidend sein, um festzustellen, ob die Hornets endlich ein Projekt aufbauen können, das sie wieder in die höchste Liga zurückführt.



