
Xavi Hernandez beansprucht persönliche Rolle bei der Verpflichtung von Raphinha für Barcelona
Der ehemalige Trainer von Barcelona, Xavi Hernandez, hat erklärt, er sei persönlich für die Verpflichtung des Flügelspielers Raphinha von Leeds United im Jahr 2022 verantwortlich gewesen. Xavi gab an, er habe den Spieler schon lange bewundert und eine Schlüsselrolle bei seiner Integration in den Verein gespielt. Die Enthüllung erfolgte im Rahmen einer Reihe von Medienauftritten von Xavi, der derzeit ohne Anstellung ist.
Der ehemalige Kapitän von Barcelona betonte, er habe die Ankunft des brasilianischen Flügelspielers im Sommer 2022 persönlich orchestriert. In einer Stellungnahme gegenüber den Medien erklärte der 46-Jährige, der seit fast einem Jahr ohne Trainerjob ist, dass er den brasilianischen Nationalspieler seit seiner Zeit in Portugal verfolgt und maßgeblich an dessen Wechsel zum Camp Nou beteiligt gewesen sei.
Xavi machte diese Bemerkungen in einem Interview, das von der spanischen Zeitung MD zitiert wurde, und erläuterte seine Rolle bei dem Transfer während seines ersten Transferfensters als Trainer von Barcelona. In dieser Zeit kamen hochkarätige Spieler wie Robert Lewandowski, Jules Kounde und Andreas Christensen hinzu, wobei Raphinha für eine geschätzte Ablösesumme von rund 58 Millionen Euro verpflichtet wurde. „Ich habe Raphinha verpflichtet“, sagte Xavi. „Ich wollte ihn schon, als er in Portugal spielte.“
Der ehemalige Mittelfeldspieler sprach auch über sein Spielermanagement und räumte ein, dass Raphinha anfangs Schwierigkeiten hatte, sich anzupassen. „Ich habe ihm viel Vertrauen geschenkt. Wenn er nicht performte, musste ich ihn auswechseln. Ich hatte ein Gespräch mit ihm, weil er frustriert war. Ich sagte ihm, er solle sich beruhigen wie ein fünfjähriges Kind, und jetzt hat er richtig durchgestartet. Er ist ein Leader“, erklärte Xavi. Nach einer wechselhaften ersten Saison ist Raphinha inzwischen zu einer Schlüsselperson für Barcelona geworden und leistet wichtige Tore und Vorlagen.
Xavis Kommentare erfolgen inmitten einer Reihe von jüngsten Medienauftritten, in denen er über seine Zeit beim katalanischen Verein reflektiert hat. Letzten Monat enthüllte er einen gescheiterten Versuch, Lionel Messi wieder zu verpflichten. In diesem letzten Interview zog er auch einen direkten Vergleich zwischen einem weiteren seiner Schützlinge, Lamine Yamal, und der argentinischen Legende. „Yamal kann mit Messi verglichen werden. Er ist ein Auserwählter“, sagte Xavi, nachdem er dem mittlerweile 18-Jährigen sein Debüt in der ersten Mannschaft ermöglicht hatte.
Die Enthüllung unterstreicht Xavis Einfluss auf den Kaderaufbau von Barcelona in den letzten Jahren, auch wenn der Verein mit erheblichen finanziellen Einschränkungen zu kämpfen hatte. Seine Aussage unterstreicht den strategischen Einsatz, um Raphinha zu verpflichten, der zu diesem Zeitpunkt auch im Visier anderer Top-Klubs der Premier League stand. Für Raphinha scheint Xavis anhaltendes Vertrauen ein entscheidender Faktor für seinen Erfolg im Verein gewesen zu sein.
Nachdem seine selbst auferlegte Auszeit vom Trainergeschäft nun beendet ist, können Xavis Reflexionen auch als Erinnerung an seine Qualifikationen für potenzielle Interessenten dienen. Es wird erwartet, dass mehrere Spitzenklubs in Europa in diesem Sommer Trainerstellen zu besetzen haben, und sein detaillierter Bericht über die Entwicklung von Spielern und die Personalbeschaffung könnte seine Attraktivität steigern. Für Barcelona unterstreicht die Geschichte die nachhaltige Wirkung von Xavis kurzer, aber ereignisreicher Amtszeit, die den Grundstein für den aktuellen Kader gelegt hat.



