Der Agent des Chelsea-Mittelfeldspielers Enzo Fernández hat versucht, die häufigen Besuche des Spielers in Madrid angesichts anhaltender Spekulationen über einen möglichen Sommerwechsel zu Real Madrid zu klären. Javier Pastore erklärte gegenüber AS, dass Fernández an seinen freien Tagen hauptsächlich nach Madrid reise, um Freunde und seinen Agenten zu besuchen, und entkräftete damit die Vorstellung, dass diese Reisen mit einem Transfer zusammenhängen. „Immer wenn er einen freien Tag hat, kommt er nach Madrid, weil ich dort bin und weil er dort Freunde hat. Aber das ist alles; nichts weiter“, sagte Pastore.
Die Kommentare folgen, nachdem Fernández selbst Kontroversen ausgelöst hatte, indem er öffentlich erklärte, dass Madrid die Stadt sei, in der er am liebsten leben möchte, eine Aussage, die weithin als „Komm-und-hol-mich“-Bitte an die amtierenden europäischen Meister interpretiert wurde. Pastore räumte die Aufregung ein und sagte: „Es stimmt, dass er einige Kommentare gemacht hat, die zu diesem Zeitpunkt nicht ganz angemessen waren, aber er hat nichts Außergewöhnliches gesagt. Er hat einfach über Madrid gesprochen, das er sehr mag.“ Der Agent betonte, dass der 25-jährige Weltmeister weiterhin darauf konzentriert sei, die Saison stark mit Chelsea zu beenden, bevor er seine Zukunft beurteile.
Fernández‘ Situation in Stamford Bridge scheint seit einigen Wochen angespannt zu sein, wobei der ehemalige Manchester United-Verteidiger Gary Neville sogar andeutete, dass der Spieler an der Untergrabung des entlassenen Trainers Liam Rosenior beteiligt gewesen sei. Seine jüngste Form war jedoch durch eine gesteigerte Offensivleistung gekennzeichnet. Pastore hob Fernández‘ taktische Vielseitigkeit hervor und erklärte, dass er unter verschiedenen Trainern zwischen einer tiefer liegenden und einer offensiveren Mittelfeldrolle wechselte. „Er hat zwei Jahre mit vielen Vorlagen und vielen Toren verbracht, daher ist es normal, dass Trainer ihn eher offensiv als defensiv sehen“, bemerkte der Agent.
Die anhaltenden Gerüchte werden vor dem Hintergrund des laufenden Projekts von Chelsea unter seinem Eigentümer gesehen, das erhebliche Investitionen in junge Talente getätigt hat. Fernández kam im Januar 2023 für eine britische Rekordablöse von Benfica und war eine tragende Säule im Mittelfeld, wenn er fit war. Das Interesse von Real Madrid wird zwar nie offiziell bestätigt, gilt aber als logisch, da der Verein weiterhin die Zukunft über Veteranen wie Luka Modrić und Toni Kroos hinaus plant. Die Strategie von Los Blancos besteht oft darin, Top-Talente frühzeitig zu sichern, und ein Spieler mit Fernández‘ Profil und Alter passt zu ihrem typischen Rekrutierungsmodell.
Im Moment, so Pastore, sei der Plan klar. „Das Ziel ist es, das Jahr gut bei Chelsea zu beenden, eine gute Copa América zu spielen und dann sehen wir weiter“, schloss er. Die bevorstehende Copa América mit Argentinien bietet Fernández eine weitere hochkarätige Bühne, die seinen Marktwert und das Interesse von Madrid beeinflussen könnte. Seine fortgesetzte Anwesenheit in der spanischen Hauptstadt in seiner Freizeit wird zweifellos die Gerüchteküche am Laufen halten, bis eine endgültige Lösung gefunden ist, entweder durch einen neuen Vertrag bei Chelsea oder ein formelles Transferangebot.




