Alexander Blessin hat sein Amt als Cheftrainer des FC St. Pauli niedergelegt, bestätigte der Verein nach dem Abstieg aus der Bundesliga. Der Abgang erfolgt ein Jahr vor dem Ende seines Vertrags und beendet eine zweijährige Amtszeit beim Verein aus Hamburg.
Laut Bild resultierte die Entscheidung aus Meinungsverschiedenheiten über die zukünftige Ausrichtung des Vereins. Blessin kam vor der Saison 2022/23 zu St. Pauli und ersetzte Fabian Hürzeler, der zum Brighton & Hove Albion wechselte. Er führte den Verein erfolgreich zur Promotion aus der 2. Bundesliga zurück in die höchste Spielklasse.
St. Pauli beendete die diesjährige Bundesliga-Saison auf dem 15. Platz und musste somit in einer Relegation gegen den Karlsruher SC antreten. Diese verloren sie mit einem Gesamtscore von 3:2 und bestätigten damit die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Blessins Amtszeit war eine Phase relativer Stabilität für den Verein, der für seine einzigartige Fankultur und seinen historisch unkonventionellen Ansatz im Fußball bekannt ist.
Vor seinem Engagement bei St. Pauli trainierte Blessin Ludogorets Razgrad in Bulgarien, wo er in der Saison 2020/21 die Meisterschaft gewann. Er war auch als Cheftrainer von Royal Union Saint-Gilloise in Belgien tätig und führte sie in die Jupiler Pro League. Seine Trainerkarriere begann in Deutschland mit Jugendmannschaften bei Werder Bremen und dem Hamburger SV, bevor er zu verschiedenen Vereinen als Co-Trainer wechselte.
Die unmittelbare Zukunft von St. Pauli konzentriert sich nun auf die Suche nach einem Nachfolger für Blessin vor Beginn der neuen Saison in der 2. Bundesliga. Der Verein wird voraussichtlich einen Trainer suchen, der seine Vision eines nachhaltigen und gemeinschaftsorientierten Ansatzes im Fußball teilt und gleichzeitig über das taktische Geschick verfügt, um um den Aufstieg zu kämpfen. Blessins Abgang markiert einen bedeutenden Wandel für St. Pauli, während sie sich auf die Zeit in der zweiten Liga vorbereiten.




