Arsenal hat sich auf einen Transfer von Verteidiger Jakub Kiwior zu Porto für 20 Millionen Euro geeinigt, wie portugiesische Medien berichten. Der Transfer, der von Record bestätigt wurde, wird dazu führen, dass der 26-jährige polnische Nationalspieler auf Dauer zum portugiesischen Verein wechselt und einen Vierjahresvertrag unterzeichnet, nachdem er die Saison 2025-26 dort ausgeliehen war.
Kiwior kam im Januar 2023 von Spezia zu Arsenal, hatte aber Schwierigkeiten, sich unter Trainer Mikel Arteta einen Stammplatz zu sichern. Er wurde daraufhin im vergangenen Sommer an Porto ausgeliehen, wo er in allen Wettbewerben 37 Einsätze absolvierte und die Primeira Liga dazu bewegte, eine Kaufoption zu ziehen. Der Deal stellt Arsenals ersten bedeutenden Abgang vor dem Sommerfenster 2026 dar und verschafft dem Verein sofortige Mittel, um in den Kader zu reinvestieren.
Der Verkauf ist Teil einer umfassenderen Kaderrenovierung, die von Arteta und Sportdirektor Edu geplant ist. Es wird erwartet, dass Arsenal auf dem Markt für Linksverteidiger aktiv wird, da es Bedenken hinsichtlich der Fitness von Riccardo Calafiori und der begrenzten Einsatzzeit von Myles Lewis-Skiley gibt. Der Verein hat eine Option, die Leihe von Piero Hincapie von Bayer Leverkusen für 52 Millionen Euro in einen festen Transfer umzuwandeln, und wurde auch mit einem Wechsel von Tino Livramento von Newcastle United in Verbindung gebracht, wie zuvor von FootballTransfers berichtet.
Weitere Abgänge werden erwartet, insbesondere im Angriffsbereich. Sowohl Gabriel Martinelli als auch Leandro Trossard, deren Verträge 2027 auslaufen, könnten Platz für einen neuen Linksaußen machen. Auch die Zukunft von Stürmer Gabriel Jesus, der nach einem Kreuzbandriss weniger Einsatzminuten hatte und ebenfalls einen Vertrag bis 2027 besitzt, ist ungewiss.
Die 20 Millionen Euro aus dem Verkauf von Kiwior könnten auch Investitionen in junge Talente erleichtern. Arsenal wurde mit einem möglichen Wechsel des 17-jährigen offensiven Mittelfeldspielers Vasilije Kostov von Roter Stern Belgrad in Verbindung gebracht. Transfer-Experte Fabrizio Romano hat erklärt, dass die Gunners das serbische Wunderkind genau beobachten, wobei das serbische Portal Sportinjo von einem potenziellen Paket von 12 Millionen Euro plus 8 Millionen Euro an Boni berichtet. Romano betonte, dass ein Deal zwar noch nicht fortgeschritten sei, das Interesse von Arsenal an vielversprechenden Talenten wie Kostov jedoch echt sei.
Kiwiors Abgang markiert zwar nicht an sich einen seismischen Wechsel, aber den Beginn einer entscheidenden Transferperiode für Arsenal. Das generierte Kapital bietet Flexibilität, während der Verein bestrebt ist, Schlüsselpositionen zu erneuern und die unmittelbaren Bedürfnisse der ersten Mannschaft mit strategischen Investitionen für die Zukunft in Einklang zu bringen.




