
Bayern München von der UEFA bestraft, aber vermeidet Stadionverbot für das Duell mit PSG
Bayern München hat ein Zuschauerverbot für das bevorstehende Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain vermieden, nachdem die UEFA finanzielle Sanktionen für die Krawalle unter den Zuschauern verhängt hat, die ihren Viertelfinalsieg gegen Real Madrid überschattet haben. Laut Sky Deutschland hat das europäische Fußball-Governance-Gremium den deutschen Verein mit insgesamt 89.625 € wegen mehrerer Verstöße gegen Sicherheits- und Verhaltensregeln bestraft, wird aber das Spiel in der Allianz Arena am 6. Mai mit Zuschauern zulassen.
Die Entscheidung stellt sicher, dass Bayern die leidenschaftliche Unterstützung seiner berühmten Südkurve hat, während sie versuchen, das 3:2-Ergebnis aus dem Hinspiel in Paris umzukehren. Die Untersuchung wurde durch Vorfälle in den letzten Momenten des dramatischen 4:2-Rückspiels gegen Real Madrid am 18. April ausgelöst, einem Spiel, das Bayern mit einem Gesamtergebnis von 6:5 ins Halbfinale brachte. Nach einem späten Tor brachen emotionale Szenen aus, mehrere Fans aus der Südtribüne stürmten auf den Platz, überwanden Barrieren und gefährdeten Fotografen und andere Medienvertreter, von denen einige verletzt wurden.
Die Aufschlüsselung der Strafen der UEFA, wie vom deutschen Sender bestätigt, umfasst 40.000 € für die Verletzung des Innenbereichs des Spielfelds, 14.000 € für die Blockierung öffentlicher Durchgänge und 5.625 € für das Werfen von Gegenständen. In einer späteren Aktualisierung wurde berichtet, dass der Verein zusätzlich 30.000 € zahlen muss, weil er "eine Botschaft verbreitet hat, die für eine Sportveranstaltung als inakzeptabel gilt". Dies wird als Bezugnahme auf ein Banner verstanden, das von den Zuschauern gezeigt wurde.
Die finanzielle Strafe wird von der Seite von Thomas Tuchel als ein günstiges Ergebnis im Vergleich zur Aussicht auf ein entscheidendes europäisches Halbfinale vor leeren Rängen angesehen. Die UEFA hat in der Vergangenheit bei ähnlichen Verstößen Stadionverbote verhängt, hat sich aber in diesem Fall für eine Geldstrafe entschieden. Der Verein hat noch keine öffentliche Erklärung zu den Strafen abgegeben.
Für Bayern ist es ein erheblicher Vorteil, die volle Heimatmosphäre beibehalten zu können, während sie versuchen, das Rückstand von einem Tor gegen Kylian Mbappés PSG aufzuholen. Die Bayern haben in den letzten Jahren eine starke Bilanz in der Allianz Arena im europäischen Wettbewerb und werden sich auf ihre Fans verlassen, um sich einen entscheidenden Vorteil in dem vielversprechenden hochriskanten Spiel zu verschaffen. Das Ergebnis beseitigt eine große Ablenkung für das Team und ermöglicht es, sich voll und ganz auf das Spielfeld für das entscheidende Duell zu konzentrieren.


