Chelsea könnte eine Zahlung von 30 Millionen Euro an Shakhtar Donezk vermeiden, und zwar aufgrund der laufenden Dopingsperre von Mykhailo Mudryk, so der Geschäftsführer des ukrainischen Vereins. Der 25-jährige Flügelspieler hat seit Ende 2024 kein wettbewerbsfähiges Spiel mehr bestritten, nachdem er vom Fußballverband nach einem positiven Dopingtest vorläufig gesperrt worden war. Eine endgültige Entscheidung in dem Fall, die eine Sperre von bis zu vier Jahren nach sich ziehen könnte, steht noch aus.
Shakhtar-Geschäftsführer Sergei Palkin bestätigte die bedeutende Bonus-Klausel im Transferabkommen von Mudryk in Kommentaren gegenüber dem Journalisten Ben Jacobs. Palkin erklärte, dass die 30 Millionen Euro Bonus, die Shakhtar auf der Grundlage von Mudryks Leistung und den Ergebnissen von Chelsea geschuldet werden, nicht gezahlt würden, wenn der Spieler inaktiv bleibt. „Wenn er nicht spielt oder Chelsea keine Ergebnisse erzielt, verlieren wir 30 Millionen Euro“, sagte Palkin. Er äußerte die Hoffnung auf eine schnelle und positive Lösung, räumte aber ein, dass eine längere Abwesenheit erhebliche finanzielle Auswirkungen auf seinen Verein hätte.
Für Chelsea kommt die potenzielle Einsparung inmitten erheblicher finanzieller Belastungen, da der Verein in den letzten Jahren erhebliche Verluste verzeichnet hat und die finanziellen Vorschriften der Premier League und der UEFA einhalten muss. Mudryk wechselte im Januar 2023 für eine geschätzte Ablösesumme von rund 70 Millionen Euro von Shakhtar zu Chelsea, konnte diesen Preis in seinen ersten 18 Monaten bei Stamford Bridge jedoch kaum rechtfertigen. Sein Vertrag läuft bis 2031.
Die FA bestätigte im vergangenen Sommer, dass Mudryk formell wegen einer Doping-Verstosses angeklagt worden sei, die Vertraulichkeit des Verfahrens habe jedoch dazu geführt, dass nur wenige Aktualisierungen öffentlich bekannt wurden. Während er auf das Urteil wartet, hält Mudryk ein individuelles Fitnesstraining aufrecht. Seine Zeit abseits des Spielfelds wurde durch Vorfälle außerhalb des Platzes überschattet, darunter ein Fahrverbot und eine Sperre von einer Online-Gaming-Plattform.
Palkin enthüllte, dass Mudryk sogar einem Lügendetektor-Test unterzogen wurde, um seine Unschuld zu beweisen. „Jeder glaubt, dass diese Geschichte so bald wie möglich mit einem positiven Ergebnis enden wird und Mudryk wieder spielen wird“, sagte er. Er räumte jedoch ein, dass unklar sei, wann eine endgültige Entscheidung von dem zuständigen Sportgericht gefällt werden würde.
Sollte Mudryk eine längere Sperre erhalten, könnte Chelsea eine Vertragsauflösung in Erwägung ziehen, und zwar nach dem Präzedenzfall, den Juventus nach der Dopingsperre von Paul Pogba geschaffen hat. Im Moment bleibt die Situation im Schwebezustand, wobei Chelsea potenziell finanziell von der Abwesenheit eines Spielers profitiert, während Shakhtar einen erheblichen finanziellen Rückschlag erleidet. Der Ausgang hängt vollständig von dem noch ausstehenden Urteil der Anti-Doping-Behörden des Fußballs ab.




