Cristian Chivu ist der erste ausländische Trainer, der seit José Mourinho im Jahr 2010 die Serie A gewinnt, und führte Inter Mailand mit einem 2:0-Sieg gegen Parma am Sonntag zu ihrem 21. Scudetto. Der rumänische Trainer, der im vergangenen Sommer ernannt wurde, hat eine 14-jährige Serie italienischer Trainer, die die Trophäe gewonnen haben, beendet, eine Periode, die von der nationalen Dominanz von Trainern wie Antonio Conte und Massimiliano Allegri geprägt war.
Chivus Triumph folgt auf die Ernennung von Cesc Fàbregas zum Manager des Jahres der Serie A Anfang April für seine Arbeit mit Como, was auf eine mögliche Verschiebung im taktischen Umfeld des italienischen Fußballs hindeutet. Über ein Jahrzehnt lang waren die Trainerbänke der Liga fast ausschließlich italienischem Personal vorbehalten, wobei ausländische Ernennungen oft mit Skepsis betrachtet wurden. Chivu, ein ehemaliger Inter-Verteidiger, der 2010 unter Mourinho ein historisches Triple gewann, hat nun die Leistung seines alten Trainers von der Bank aus wiederholt.
Der Titel wurde rechnerisch mit fünf verbleibenden Spielen gesichert, was die Dominanz von Inter während der gesamten Saison unterstreicht. Berichten italienischer Medien zufolge hatte die Vereinsführung unter der Leitung von Präsident Steven Zhang großes Vertrauen in Chivus Verständnis der Vereinskultur und seine modernen taktischen Ideen trotz seiner relativen Unerfahrenheit gesetzt. Diese Wette hat sich nun ausgezahlt, mit der schnellen Rückkehr der Meisterschaftskrone nach San Siro.
Diese Meisterschaft hat für Inter eine besondere Bedeutung, da sie ihre nationale Vorherrschaft nach dem Zuschauen der Rivalen AC Mailand und Napoli, die in den letzten Saisons den Titel gewonnen haben, wiederbehauptet. Für Chivu persönlich stellt dies einen kometenhaften Aufstieg dar und bestätigt seinen Übergang von einem angesehenen Assistenten innerhalb des Vereinsystems zur Führungsrolle. Sein Erfolg, zusammen mit Fàbregas' Auszeichnung, deutet darauf hin, dass italienische Vereine zunehmend offener dafür sein könnten, über ihre Grenzen hinaus nach Trainertalenten zu suchen, was möglicherweise einen langjährigen Isolationstrend in einer der taktisch angesehensten Ligen Europas beendet.




