
Dortmund 'bereit, eine Ausstiegsklausel' im Schlotterbeck-Deal einzubauen
Borussia Dortmund ist laut der deutschen Legende Lothar Matthäus bereit, eine Ausstiegsklausel über 60 Millionen Euro in einen neuen Vertrag für Verteidiger Nico Schlotterbeck einzubauen. Die Klausel ist eine zentrale Forderung des Spielers, der sich derzeit in Vertragsverlängerungsgesprächen mit dem Verein befindet. Schlotterbeck bestätigte, dass die Gespräche diese Woche fortgesetzt werden und eine Entscheidung bevorsteht.
Borussia Dortmund ist Berichten zufolge bereit, einer Sommerausstiegsklausel zuzustimmen, um die langfristige Zukunft von Verteidiger Nico Schlotterbeck zu sichern. Laut der deutschen Fußballlegende Lothar Matthäus ist der Verein bereit, der Forderung des Spielers nach einer 60 Millionen Euro hohen Ausstiegsklausel in einem vorgeschlagenen neuen Vertrag nachzukommen, einem zentralen Streitpunkt in den seit Monaten laufenden Verhandlungen.
In der Sky90-Sendung von Sky Deutschland behauptete Matthäus, Insiderwissen über die Situation zu haben. „Ich weiß, dass Dortmund ihm diese Ausstiegsklausel gewähren würde“, erklärte der Weltmeister von 1990. Schlotterbecks aktueller Vertrag läuft bis 2027, aber beide Parteien befinden sich in Gesprächen über eine Verlängerung, wobei die Aufnahme einer spezifischen Ausstiegsklausel für den Sommer 2025 zu einem zentralen Thema geworden ist.
Matthäus vermutete, dass die Motivation des 24-jährigen Innenverteidigers mit der bevorstehenden FIFA-Weltmeisterschaft zusammenhängt, die von den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. „Er möchte unbedingt, dass die Ausstiegsklausel nach der Weltmeisterschaft aufgenommen wird, in der Hoffnung, das Turnier nutzen zu können, um sich wieder ins Rampenlicht zu stellen“, erklärte Matthäus. Der Experte schloss daraus, dass eine starke Leistung für Deutschland Schlotterbecks Profil erhöhen und eine Möglichkeit für einen Wechsel zu einem Verein schaffen könnte, den er als einen Schritt nach vorne gegenüber Dortmund betrachtet.
Der Spieler selbst äußerte sich nach dem Bundesliga-Spiel des Dortmunds gegen den VfB Stuttgart am Samstag zu den Gesprächen. „Ich hatte ein gutes Gespräch mit Lars Ricken und Ole Book. Die Gespräche werden diese Woche fortgesetzt“, sagte Schlotterbeck. „Ich denke, es wird nicht mehr lange dauern, bis ich eine Entscheidung treffe. Ich habe es die ganze Zeit gesagt: Natürlich kann ich mir vorstellen, zu bleiben. Aber alle Gespräche müssen stimmen.“
Seit seinem Wechsel vom SC Freiburg im Sommer 2022 für eine geschätzte Ablösesumme von 20 Millionen Euro hat sich Nico Schlotterbeck zu einem Leistungsträger in der Dortmunder Abwehr entwickelt. Er war ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft, die in der Saison 2022/23 knapp am Gewinn des Bundesliga-Titels vorbeischrammte, und stand im Startelf bei der Niederlage im UEFA-Champions-League-Finale gegen Real Madrid im letzten Juni. Seine konstanten Leistungen haben ihn auch zu einem regelmäßigen Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft unter Julian Nagelsmann gemacht.
Für Dortmund stellt die Sicherung der Unterschrift von Schlotterbeck unter einen verbesserten Vertrag, auch mit einer Ausstiegsklausel, einen pragmatischen Schritt dar. Es würde sein Engagement verlängern und finanzielle Sicherheit bieten und eine beträchtliche Ablösesumme garantieren, falls er nächsten Sommer geht. Die Alternative, seinen Vertrag auslaufen zu lassen, würde seinen Marktwert mindern. Für Schlotterbeck bietet die Klausel Sicherheit und einen klaren, vereinbarten Weg für einen möglichen zukünftigen Transfer, sollte er auf der Weltbühne glänzen und das Interesse europäischer Spitzenvereine auf sich ziehen.
Die kommenden Tage sind nun entscheidend, da weitere Gespräche geplant sind. Die Bereitschaft von Dortmund, sich auf die Klausel einzulassen, wie von Matthäus berichtet, deutet auf einen starken Wunsch hin, die Angelegenheit positiv abzuschließen und eine langwierige Saga zu vermeiden, die ihre Planung für die nächste Saison stören könnte.



