Matthias Jaissle, der 38-jährige Trainer von Al-Ahli, hat sich laut Berichten der italienischen Presse als potenzieller Kandidat für die vakante Trainerposition bei Milan herauskristallisiert. Der Zusammenhang ergibt sich aus Jaissles enger Beziehung zum aktuellen österreichischen Teamchef Ralf Rangnick, der als starker Befürworter des jungen Trainers gilt.
Jaissles Spielerkarriere wurde leider bereits im Alter von 25 Jahren aufgrund anhaltender Knieverletzungen beendet, was ihn zur Aufgabe zwang, obwohl er als Innenverteidiger bei Hoffenheim vielversprechend begonnen hatte. Er wechselte schnell ins Trainergeschäft, begann seine Entwicklung im Jugendbereich von RB Leipzig und war später als Co-Trainer bei Brondby tätig.
Sein Durchbruch als Trainer gelang ihm bei Red Bull Salzburg, wo er zunächst die U18-Mannschaft trainierte, bevor er die Leitung des Satellitenklubs Liefering übernahm. Anschließend führte er Salzburg zu zwei aufeinanderfolgenden Meistertiteln und Pokalsiegen in der österreichischen Bundesliga und etablierte sich als Verfechter einer dynamischen und aggressiven taktischen Herangehensweise. Im Sommer 2023 akzeptierte Jaissle ein Angebot von Al-Ahli, wo er seitdem zwei Titel in der Asian Champions League Elite gewonnen hat, dem prestigeträchtigsten Vereinswettbewerb im asiatischen Fußball.
Rangnicks Einfluss auf Jaissles Karriere war erheblich, wobei der erfahrene Trainer ihn ermutigte, nach dem Ende seiner Spielerkarriere eine Trainerlaufbahn einzuschlagen. Jaissle schreibt Rangnick zu, ihm während seiner Entwicklung Orientierung und Unterstützung gegeben zu haben. Der jüngere Trainer beschreibt seine Philosophie als „carpe diem“, wobei er sich auf den gegenwärtigen Moment konzentriert und nicht auf langfristige Planung. Er hält den Rekord des jüngsten Trainers, der sich über die Playoff-Runde für die Champions League qualifiziert hat, und erreichte dies im Alter von 33 Jahren und 142 Tagen.
Jaissles taktische Ausrichtung ist stark von der Red Bull-Fußballschule beeinflusst, wobei aggressives Pressing in der gegnerischen Hälfte, schnelle Übergänge und ein direkter, vertikaler Spielstil betont werden. Er setzt in der Regel Formationen wie 4-4-2 oder 4-2-3-1 ein und nutzt die Läufe der Außenverteidiger und eine hohe Abwehrlinie, um Torchancen zu kreieren. Die Verpflichtung von Jaissle würde wahrscheinlich eine Abkehr hin zu einem energischeren und proaktiveren Spielstil für Milan signalisieren und ihren Ansatz nach einer enttäuschenden Saison möglicherweise revitalisieren. Er bevorzugt dynamische und hungrige Spieler, die in der Lage sind, schwierige Situationen in Chancen zu verwandeln.




