Massimo Ferrari, ehemaliger Konzern- und Finanzleiter von Webuild, wird laut einem in intervista veröffentlichten Interview als potenzieller Kandidat für eine Schlüsselposition im Management des AC Mailand gehandelt. Der 64-Jährige, der zuvor während der Ära Elliott Management im Vorstand des AC Mailand saß, soll seine Vision für den Verein mit mehreren einflussreichen Persönlichkeiten geteilt haben.
Ferrari beendete kürzlich eine 15-jährige Tätigkeit bei Webuild, ehemals Salini Impregilo, und seine bekannte Leidenschaft für die Rossoneri hat Spekulationen über eine Rückkehr zum Verein befeuert. Er gab an, noch nicht mit dem derzeitigen Eigentümer Gerry Cardinale gesprochen zu haben, aber seine Ideen an „Manager und Persönlichkeiten von Rang“ weitergegeben zu haben, die seinen Vorschlägen aufgeschlossen waren. Ferrari betonte die Notwendigkeit eines „Neustarts“ beim AC Mailand und plädierte für frische Investitionen in die Infrastruktur des Vereins und die Nachwuchsförderung.
Während seiner vorherigen Tätigkeit im Vorstand war Ferrari in eine Zeit von UEFA-Sanktionen involviert, was ihm ein Verständnis für die Herausforderungen des Vereins vermittelt hat. Er ist der Ansicht, dass ein entscheidender Bereich für Verbesserungen Milanello, das Trainingszentrum des Vereins, ist, und schlägt die Implementierung moderner Technologien wie Laser-Kameras zur Überwachung der Gesundheit der Spieler und zur Vorbeugung von Verletzungen vor. Ferrari hob auch die Bedeutung einer klaren und ehrgeizigen Vision hervor und argumentierte, dass es ein strategischer Fehler sei, sich mit dem vierten Platz zufrieden zu geben.
Ferrari schlug eine Umstrukturierung der Vereinsführung vor und empfahl eine stärkere Fokussierung auf finanzielle Kontrolle, Einhaltung von Vorschriften und Fußballkompetenz innerhalb des Vorstands. Er setzte sich insbesondere für die Wiedereingliederung der Vereinslegende Paolo Maldini ein und glaubte, dass seine Erfahrung und sein Ansehen im technischen Bereich von unschätzbarem Wert wären. Er schlug auch eine beratende Rolle für den ehemaligen CEO des AC Mailand, Adriano Galliani, vor und würdigte sein tiefes Verständnis des Vereins und der Fußballindustrie. Ferrari ist davon überzeugt, dass eine bedeutende Investition, wie beispielsweise ein Fonds in Höhe von 100 Millionen Euro, der dem Verein gewidmet ist, das Engagement demonstrieren und die Aufmerksamkeit der Eigentümer auf sich ziehen würde.
Er kritisierte auch die jüngste Transferstrategie des Vereins und wies auf mehrere gescheiterte Verpflichtungen wie Estupinan, Nkunku, Gimenez und Fofana hin und betonte die Schwierigkeit, durch Spielertransfers kontinuierlich erhebliche Gewinne zu erzielen. Er ist der Ansicht, dass ein langfristiger Ansatz, der sich auf die Entwicklung von Spielern konzentriert, nachhaltiger ist. Laut Ferrari würde eine erfolgreiche Wende etwa drei Jahre dauern.



