
Giovanni Malagò als Favorit für das Präsidentenamt des Italienischen Fußballverbands
Giovanni Malagò, der ehemalige Präsident des Italienischen Nationalen Olympischen Komitees (CONI), hat sich als Konsenskandidat der Serie A für das Amt des Präsidenten des Italienischen Fußballverbands (FIGC) herauskristallisiert. Die 20 Vereine der Serie A werden in Kürze über seine Kandidatur abstimmen, wobei die mächtige Liga ihre Unterstützung für Malagò im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen der FIGC am 22. Juni ausspricht.
Laut Quellen hat sich eine beispiellose Allianz von Spitzenvereinen, darunter Juventus, AC Mailand, Roma und Napoli, um Malagò gebildet. Diese breite Unterstützung durch die einflussreichsten Vereine der Liga gilt als entscheidend für jeden Kandidaten, der die Präsidentschaft der FIGC anstrebt. Beppe Marotta von Inter Mailand war besonders aktiv bei der Mobilisierung von Unterstützung für den ehemaligen CONI-Präsidenten.
Malagòs Hauptgegner ist der derzeitige Präsident von Lazio, Claudio Lotito, der in letzter Minute versucht, seinen Einfluss geltend zu machen. Lotito soll sich für die Einsetzung eines vorübergehenden Kommissars für den Verband einsetzen, eine Maßnahme, die auch vom Sportminister Andrea Abodi als mögliche Lösung im Falle einer Pattsituation vorgeschlagen wurde. Das starke und geeinte Bekenntnis der Serie A macht Malagò jedoch zum klaren Favoriten.
Die Unterstützung der Serie A ist nicht nur symbolisch; die Liga hat ein erhebliches Wahlgewicht und kontrolliert 18 % der Stimmen im Wahlkollegium der FIGC. Um formell vorgeschlagen zu werden, benötigt ein Kandidat die offizielle Nominierung von mindestens drei der Verbandsmitglieder. Die Zustimmung der Serie A ist daher ein entscheidender und potenziell entscheidender Schritt für Malagò. Adriano Galliani, CEO von Monza, befürwortete Malagò öffentlich und nannte ihn „den bestmöglichen Präsidenten“, während auch Torino-Präsident Urbano Cairo seine Unterstützung aussprach.
Trotz der starken Unterstützung der Spitzenvereine ist Malagòs Weg nicht ohne Herausforderungen. Einige kleinere Vereine der Serie A haben Bedenken geäußert, dass er eine Reduzierung der Liga auf 18 Mannschaften unterstützen könnte. Darüber hinaus hat seine Kandidatur nicht die volle Unterstützung der derzeitigen Regierung, wobei der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini eine Präferenz für ein „frisches Gesicht“ geäußert hat. Die geeinte Front der mächtigen Vereine der Serie A, einschließlich der jüngsten und entscheidenden Unterstützung von Aurelio De Laurentiis von Napoli – der zuvor mit Malagò aneinandergeraten war – signalisiert jedoch einen starken Konsens.
Andere potenzielle Kandidaten, darunter ehemalige Fußballspieler wie Demetrio Albertini, Damiano Tommasi und Alessandro Del Piero, wurden als Alternativen genannt, aber keiner von ihnen hat die institutionelle Unterstützung erhalten, die Malagò derzeit genießt. Die Versammlung der Serie-A-Vereine heute wird als erster wichtiger Test für seine Kandidatur dienen, wobei Malagò eine breite Mehrheit sichern muss, um sich zuversichtlich auf den Sieg bei den Juni-Wahlen zu verlassen. Das Ergebnis wird die Führung und die Richtung des italienischen Fußballverbands in den nächsten vier Jahren maßgeblich beeinflussen.



