
Gladbachs Abstiegskampf Kompliziert Verpflichtung von Leihstürmer Tabakovic
Die prekäre Situation von Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf der Bundesliga erschwert die dauerhafte Verpflichtung des Leihstürmers Haris Tabakovic erheblich. Manager Rouven Schröder gab zu, dass die unsichere Ligazugehörigkeit des Vereins in der nächsten Saison Verhandlungen mit seinem Stammverein, TSG 1899 Hoffenheim, zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich mache.
Das Problem wurde besonders deutlich nach dem enttäuschenden 2:2-Unentschieden zu Hause gegen den Tabellenletzten FC Heidenheim, ein Ergebnis, das den Verein knapp über der Abstiegszone positioniert. In einem Interview mit Sportschau erklärte Schröder den direkten Einfluss auf die Transferplanung. „Unsere Situation erschwert die Planung enorm“, sagte er. „In Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen ist es immer attraktiver, sicher sagen zu können, dass man in der Bundesliga spielen wird. Je früher das geklärt ist, desto besser.“
Tabakovic, der nach dieser Saison noch ein Jahr Vertrag bei Hoffenheim hat, erzielte während seiner Leihe 11 Tore. Sein Wert stieg diese Woche weiter, als er einen späten Ausgleichstreffer und einen Elfmeter im Elfmeterschießen erzielte, um Bosnien und Herzegowina zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 auf Kosten Italiens zu verhelfen. Schröder räumte den steigenden Wert des Stürmers und die Konkurrenz ein, die er hervorrufen wird. „Haris hat elf Tore erzielt, gehört Hoffenheim und fährt zur Weltmeisterschaft. Jeder sucht einen Mittelstürmer“, bemerkte er.
Die finanziellen Einschränkungen eines möglichen Abstiegs sind eine zentrale Sorge. Schröder wies darauf hin, dass der Verbleib in der Bundesliga das Budget des Vereins direkt bestimmt. Gladbach hat auch mehrere andere Stürmer im Kader, darunter Tim Kleindienst und Shuto Machino, wobei Tomas Cvancara von seiner eigenen Leihe zurückkehren wird, was die Entscheidung zusätzlich erschwert.
Intern sucht der Verein nach Stabilität, um die letzten sechs Spiele zu bewältigen. Ein Trainerwechsel wird als höchst unwahrscheinlich angesehen, wobei der derzeitige Trainer Eugen Polanski, der zu Beginn der Saison den entlassenen Gerardo Seoane ersetzte, voraussichtlich bis mindestens zum Sommer im Amt bleiben wird. Schröder betonte die Notwendigkeit der Konzentration und erklärte, dass eine vollständige Überholung der Stimmung ein Fehler wäre, räumte aber die Enttäuschung nach dem Ergebnis gegen Heidenheim ein.
Die unmittelbare sportliche Zukunft ist voller Schwierigkeiten. Gladbach steht ein anspruchsvolles Restprogramm bevor, beginnend mit einer Auswärtsreise zum RB Leipzig, der um die Teilnahme an der Champions League kämpft. Anschließend empfangen sie in Form befindlichen Mainz, bevor ein potenziell entscheidendes Duell gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg ansteht. Diese Unsicherheit verschiebt alle wichtigen Kaderentscheidungen.
Darüber hinaus steht der Verein kurz davor, einen wichtigen Mittelfeldspieler zu verlieren, da Rocco Reitz bestätigt hat, dass er im Sommer zum RB Leipzig wechseln wird. Mittel, die möglicherweise für einen Trainerwechsel benötigt würden, werden stattdessen für wichtige Kaderverstärkungen benötigt. Im Moment ist die gesamte Planung auf Eis gelegt, bis die Ligazugehörigkeit von Borussia Mönchengladbach für die Saison 2026/27 gesichert ist.


