Der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat öffentlich seine Bewunderung für den Verteidiger von Paris Saint-Germain, Achraf Hakimi, zum Ausdruck gebracht und erklärt, er würde den Spieler sofort verpflichten, wenn er die Möglichkeit dazu hätte. Im Gespräch mit DAZN vor dem Rückspiel des Champions-League-Halbfinals zwischen Bayern und PSG bezeichnete Hoeneß den marokkanischen Nationalspieler als einen Spieler, der sehr gut zum deutschen Verein passen würde.
„Ich würde ihn sofort nehmen, weil er sehr gut zu uns passen würde“, sagte Hoeneß laut der Fernsehsendung. Die Äußerungen stellen eine seltene öffentliche Interessensbekundung von einer hochrangigen Bayern-Figur dar, obwohl weder der Verein noch PSG eine formelle Anfrage oder Verhandlungen bestätigt haben. Hakimi, dessen Vertrag bei PSG bis 2026 läuft, steht aufgrund einer im Hinspiel erlittenen Verletzung nicht für das entscheidende Rückspiel in München zur Verfügung.
Der 27-jährige Rechtsverteidiger ist mit der Bundesliga bestens vertraut, da er zwischen 2018 und 2020 zwei Saisons lang vom Real Madrid an Borussia Dortmund ausgeliehen war. Während seiner Zeit in Deutschland entwickelte sich Hakimi zu einem der vielversprechendsten offensiven Außenverteidiger Europas und trug in 73 Spielen in allen Wettbewerben 12 Tore und 17 Vorlagen bei. Seine Leistungen ebneten den Weg für einen Wechsel zum Inter Mailand und anschließend für einen Transfer für 60 Millionen Euro zum PSG im Jahr 2021.
Bei PSG ist Hakimi ein Stammspieler und absolvierte in dieser Saison über 40 Einsätze. Seine mögliche Verpflichtung würde eine etwas unsichere Position beim FC Bayern beheben. Zu den aktuellen Optionen des Vereins auf der Position des Rechtsverteidigers gehören Noussair Mazraoui und der oft verletzte Benjamin Pavard, dessen eigene Zukunft ebenfalls Gegenstand von Spekulationen ist. Hakimis Profil als ein elitärer, moderner Außenverteidiger mit nachgewiesener Erfahrung in Deutschland entspricht der typischen Transferstrategie des FC Bayern.
Für PSG wäre der Verkauf eines Schlüsselspielers an einen europäischen Rivalen eine bedeutende Entscheidung, insbesondere angesichts der Bedeutung des Spielers für ihr Projekt. Ein möglicher Wechsel würde angesichts der Vertragslaufzeit und des Marktwerts von Hakimi voraussichtlich eine beträchtliche Ablösesumme erfordern. Hoeneß' Bemerkungen deuten zwar nicht auf einen bevorstehenden Deal hin, haben aber zweifellos Hakimis Namen in die Sommer-Transferdiskussion rund um den FC Bayern gebracht. Die sportliche Führung des Vereins, die nun von Christoph Freund geleitet wird, agiert in der Regel diskreter als es diese öffentlichen Äußerungen vermuten lassen.




