Inter wendet sich nach gescheiterten Bemühungen um Marco Palestra Anan Khalaili zu, einem 21-jährigen israelischen Rechtsverteidiger von Union Saint-Gilloise, wie Inter-Sportdirektor Piero Ausilio bei einer Fußballveranstaltung in Rimini mitteilte.
Palestra, zuvor bei Atalanta aktiv, war Gegenstand eines bedeutenden Angebots von Inter, das bereit war, bis zu 50 Millionen Euro für den jungen Italiener auszugeben. Palestra entschied sich jedoch letztendlich für einen Wechsel zu einem anderen Verein, eine Situation, die Ausilio als „Zwei Pik“ – eine Absage – bezeichnete, aber als Teil des Transfermarktes akzeptierte. Ausilio erklärte, der Verein habe „alles in seiner Macht Stehende“ getan, um den Spieler zu verpflichten.
Angesichts des offensichtlichen Bedarfs an einem Ersatz für Denzel Dumfries hat Inter Khalaili nun als Priorität identifiziert. Sie stehen jedoch in Konkurrenz zum SSC Neapel, der bereits ein Angebot in Höhe von 15 Millionen Euro von Union Saint-Gilloise abgelehnt bekommen hat. Der belgische Verein soll auf eine Ablösesumme von rund 25 bis 30 Millionen Euro hoffen, um ein Bietergefecht auszulösen.
Ausilio bestätigte, dass Inter mehrere Optionen für die Position des Rechtsverteidigers prüft, darunter Dodò und Norton-Cuffy, neben Khalaili. Der Verein versucht auch, seine defensiven Optionen nach den Abgängen von Francesco Acerbi, Stefan de Vrij und Matteo Darmian zu verstärken, obwohl das Interesse an Alessandro Solet abgekühlt zu sein scheint. Sie erwägen ein potenzielles Angebot für Trevoh Chalobah von Chelsea, der derzeit Gegenstand eines Angebots von 27 Millionen Euro von Como ist, aber die Blues fordern 40 Millionen Euro.
Ausilio räumte auch das Interesse von Inter an Curtis Jones von Liverpool ein, wies aber darauf hin, dass eine erhebliche Differenz in der Bewertung einen Deal in dieser Phase unwahrscheinlich macht. Er bestätigte auch, dass die Torhüter Stankovic und Massolin bis Mitte August im Verein bleiben werden, wobei der Verein besonders von Stankovics Potenzial überzeugt ist. Ein Transfer von Camavinga von Real Madrid wird als finanziell nicht realisierbar angesehen. Ausilio blickte auch auf vergangene Transferziele zurück und erklärte, er bedauere es, Sandro Tonali zu seiner Zeit bei Brescia nicht weiterverfolgt zu haben.
Ausilio ging auch auf die Dynamik zwischen CEO Beppe Marotta und der Eigentümergruppe des Vereins, Oaktree, ein und deutete an, dass Marotta in seiner Rolle als Präsident selbstbewusster geworden sei und als wichtiger Vermittler zwischen dem sportlichen Personal und den Eigentümern fungiere.




