Laut italienischen Medienberichten evaluiert Juventus mehrere Optionen zur Verstärkung seines Mittelfelds, wobei sich Franck Kessié als Schlüsselziel herauskristallisiert hat. Der ivorische Mittelfeldspieler hat seinen Aufenthalt bei Al Ahli kürzlich beendet und soll Interesse an einem Wechsel nach Turin bekundet haben.
Ein möglicher Deal hängt jedoch von seinen Gehaltsvorstellungen ab, da Kessié ein Nettojahresgehalt von über 5 Millionen Euro für einen Dreijahresvertrag fordert, eine Summe, die Juventus derzeit zögert zu erfüllen. Der potenzielle Zusatz einer Aufstiegsprämie, die in Spielervereinbarungen mittlerweile üblich ist, erschwert die Verhandlungen zusätzlich und schmälert den Vorteil eines ablösefreien Transfers.
Juventus erwägt auch andere Mittelfeldoptionen, darunter Leon Goretzka vom FC Bayern München. Die Vertreter des deutschen Nationalspielers hätten eine Aufstiegsprämie von 10 Millionen Euro und ein Jahresgehalt von 7 Millionen Euro gefordert. Juventus ist Berichten zufolge zurückhaltend, diese Forderungen zu erfüllen, und begründet dies mit Goretzkas Alter und einem wahrgenommenen Rückgang seiner körperlichen Verfassung. Dies hat den Fokus etwas auf Kessié verlagert, der bei der jüngsten Weltmeisterschaft für die Elfenbeinküste beeindruckt hat.
Stanislav Lobotka und Zambo Anguissa von Napoli stehen ebenfalls in der engeren Auswahl, wobei Lobotka jedoch an einen Vertrag mit einer Ablöseklausel von 25 Millionen Euro für ausländische Vereine gebunden ist. Ein möglicher Tauschhandel mit Juventus-Verteidiger Federico Gatti und einem Napoli-Mittelfeldspieler wurde vorgeschlagen, jedoch wurden keine konkreten Fortschritte erzielt.
Trotz dieser Optionen bleibt Brahim Díaz von Real Madrid das Hauptziel von Juventus-Trainer Luciano Spalletti. Díaz ist jedoch derzeit nicht bereit, Spanien zu verlassen, obwohl er bei Real Madrid wenig Spielzeit erhält. Juventus hofft, die bestehende Beziehung zwischen Real Madrid und seinem ehemaligen Sportdirektor Massimiliano Allegri zu nutzen, der Díaz zuvor nach Mailand brachte. Die Situation um Díaz wird klarer, nachdem er von seinen internationalen Pflichten mit Spanien zurückgekehrt ist. Juventus ist bereit, die guten Beziehungen zu dem ehemaligen Milan-Direktor Massara zu nutzen, der Diaz' Wechsel zu den Rossoneri überwachte.




