
Juventus umwirbt Arsenals Calafiori, während Elkann auf italienische Achse drängt
Laut Berichten aus Italien erkundet Juventus einen Sommertransfer des Arsenal-Verteidigers Riccardo Calafiori, da Klubpräsident John Elkann eine starke italienische Achse im Verein wiederherstellen möchte. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, um die Nationalmannschaft mit einer Juventus-Grundlage zu versorgen, ein Modell, das in der Vergangenheit sowohl für den Verein als auch für das Land erfolgreich war. Ein möglicher Deal hängt jedoch davon ab, dass sich Juventus für die Champions League qualifiziert und der Spieler selbst bereit ist, den Transfer zu forcieren.
Der 22-jährige italienische Nationalspieler wechselte erst im vergangenen Sommer für eine Ablösesumme von 45 Millionen Euro plus Boni von Bologna zu Arsenal. Trotz eines starken Starts in London ist seine Position als Stammspieler in den letzten Wochen unsicherer geworden. Bei Juventus würde er als wichtiger defensiver Pfeiler und der gesuchte linke Innenverteidiger angesehen, wobei auch Alternativen wie Marcos Senesi und Antonio Rudiger zuvor in Betracht gezogen wurden. Diese mögliche Veränderung könnte Auswirkungen auf die aktuelle Defensivaufstellung von Juventus haben und möglicherweise die Zukunft von Gleison Bremer und Federico Gatti beeinflussen.
Calafiori war bereits 2024 kurz davor, zu Juventus zu wechseln, bevor Arsenals finanzielle Intervention den Deal verhinderte. Die Gunners haben weiterhin eine starke Position gegenüber dem Spieler, was bedeutet, dass sein persönlicher Wunsch, nach Italien zurückzukehren, für den Fortschritt jeglicher Verhandlungen entscheidend wäre. Die Sportdirektoren von Juventus prüfen derzeit ihre Optionen und ihr Budget, wobei ein formeller Ansatz nur erwartet wird, wenn interne Analysen den Transfer als machbar erachten und der Spieler seine Kooperation signalisiert.
Das Interesse an Calafiori passt in eine breitere Liste italienischer Talente, die vom Turiner Verein begehrt werden, wobei Sandro Tonali als Traumverpflichtung für das Mittelfeld gilt. Juventus' Fähigkeit, solche Transfers zu finanzieren, hängt stark von der Sicherung der Einnahmen aus der Champions League und der Generierung von Geldern durch Spielerverkäufe ab. Der Verein rechnet damit, mindestens einen hochkarätigen Spieler verkaufen zu müssen, wobei Namen wie Bremer, Andrea Cambiaso und Pierre Kalulu als mögliche Abgänge genannt werden, um die Bücher auszugleichen.
Für Arsenal würde der Verlust von Calafiori nach nur einer Saison eine Überraschung darstellen, obwohl seine jüngsten Rotationen darauf hindeuten, dass er unter Mikel Arteta kein unumstrittener Stammspieler ist. Für Juventus wäre seine Verpflichtung ein deutliches Bekenntnis unter Thiago Motta, der voraussichtlich das Traineramt übernehmen wird, und steht im Einklang mit Elkanns Vision eines auf den nationalen Markt ausgerichteten Wiederaufbaus. Die kommenden Monate, die durch Juventus' endgültige Ligaposition und Arsenals eigene Planung bestimmt werden, werden zeigen, ob diese Idee zu einer ernsthaften Verhandlung führt.



