Jude Bellingham, derzeit Starspieler von Real Madrid und der englischen Nationalmannschaft, war im Frühjahr 2020 vor seinem Wechsel zu Borussia Dortmund ein Transferziel von Juventus, wie italienische Medien berichten. Der Mittelfeldspieler, der kürzlich zweimal gegen Norwegen im Viertelfinale der Europameisterschaft traf, soll eine echte Verbundenheit mit dem Turiner Verein gehabt haben.
Bevor sein Wechsel zu Dortmund für geschätzte 30 Millionen Euro finalisiert wurde, besuchte Bellingham die Trainingsanlagen von Juventus in JTC und Vinovo, um einen möglichen Weg in die erste Mannschaft auszuloten. Der ursprüngliche Plan sah eine schrittweise Integration vor, beginnend mit der U23-Mannschaft des Vereins, gefolgt von Einsätzen in der Serie C. Letztendlich entschied sich Bellingham jedoch für Dortmund, wo ihm sofortiger Einsatz in der ersten Mannschaft versprochen wurde.
Bellinghams Verbindung zu Juventus geht über den potenziellen Transfer hinaus. Sein Bruder schenkte ihm einen besonderen Juventus-Weihnachtspullover, eine Replik des Trikots der Saison 2000-01 – der letzten Saison, in der Zinedine Zidane für die Bianconeri spielte. Der Pullover trug eine Widmung an Zidane, wobei das übliche Sponsorenlogo durch „Zizou +“ ersetzt wurde.
Claudio Chiellini, Bruder des Verteidigers Giorgio und ehemaliger Direktor von Juventus Next Gen, bestätigte das Interesse des Vereins an Bellingham und Erling Haaland zu dieser Zeit. Er gab an, dass beide Spieler zusammen mit ihren Vätern das Trainingsgelände in Vinovo besuchten, Juventus aber keine Einigung erzielen konnte. Chiellini räumte ein, dass die Verpflichtung junger Talente oft eine Herausforderung darstellt, wobei einige Transfers erfolgreich sind, wie der von Kenan Yildiz, während andere, wie der von Bellingham, letztendlich scheitern.
Bellingham hat sich seitdem zu einem Schlüsselspieler sowohl für Real Madrid als auch für die englische Nationalmannschaft entwickelt und eine Reife bewiesen, die über sein Alter von 23 Jahren hinausgeht. Sein Fehlen wird von den Juventus-Fans schmerzlich vermisst, die die Qualität erkennen, die das Mittelfeld von Massimiliano Allegri hätte verstärken können. Die verpasste Gelegenheit erinnert an den wettbewerbsintensiven Spielermarkt und die Schwierigkeit, sich die besten jungen Talente zu sichern.




