Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat bestätigt, dass er mit Jürgen Klopp eine Einigung über die wesentlichen Vertragsbedingungen für das Amt des neuen Bundestrainers erzielt hat. Die Nachricht folgt auf Berichte von Sky Deutschland, wonach zwischen den Parteien eine grundsätzliche Einigung bis 2030 erzielt wurde.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke trafen sich am Dienstag in New York zu ersten Gesprächen mit Klopp, die der DFB als „konstruktiv“ bezeichnete. Der Verband erklärte, dass zwar die wesentlichen Bedingungen vereinbart wurden, die endgültige Ernennung jedoch davon abhängt, eine Einigung mit Klopps aktuellem Arbeitgeber, Red Bull, zu erzielen.
Klopp ist derzeit Head of Global Soccer bei Red Bull, eine Position, die er nach seinem Ausscheiden aus Liverpool am Ende der Premier League-Saison 2023/24 übernommen hat. Er beendete eine neunjährige Amtszeit in Anfield mit einem League-Cup-Triumph, aber Liverpool belegte den dritten Platz in der Liga und schied im Viertelfinale der Europa League aus. Laut DFB wird erwartet, dass seine Freigabe von Red Bull kein großes Hindernis darstellen wird.
Die deutsche Nationalmannschaft ist derzeit ohne festen Bundestrainer, nachdem Julian Nagelsmann nach dem überraschenden Ausscheiden im Achtelfinale gegen Paraguay bei der jüngsten Weltmeisterschaft entlassen wurde. Nagelsmann war im September 2023 als Nachfolger von Hansi Flick eingestellt worden, aber seine Amtszeit war aufgrund enttäuschender Ergebnisse kurzlebig. Der DFB hofft nun, dass Klopp, ein hoch angesehener und erfolgreicher Trainer, die Nationalmannschaft wiederbeleben kann.
Eine endgültige Vereinbarung bedarf der Zustimmung einer gemeinsamen Sitzung des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co. KG. Weitere Gespräche sind für nächste Woche geplant, wobei sowohl der DFB als auch Klopps Vertreter Zuversicht zum Ausdruck brachten, dass eine erfolgreiche Lösung erzielt werden kann. Klopps mögliche Ernennung könnte ein neues Zeitalter für den deutschen Fußball einleiten, indem seine Erfahrung und taktische Finesse genutzt werden, um die Nationalmannschaft wieder aufzubauen.



