Laut italienischen Medienberichten befinden sich Juventus Turin in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Paris Saint-Germain über die Verpflichtung von Randal Kolo Muani. Der Transfer soll nicht nur eine sportliche Verstärkung darstellen, sondern auch dazu dienen, die angespannten Beziehungen zwischen den beiden Vereinen zu verbessern. Ein Abschluss des Deals wird erwartet, auch wenn noch keine offizielle Vereinbarung bekannt gegeben wurde.
Die Notwendigkeit, die Beziehung zum PSG wiederherzustellen, rührt von früheren Geschäften her, die durch das Verhalten des ehemaligen PSG-Sportdirektors Damien Comolli getrübt wurden. Dieser soll unproduktive Gespräche mit mehreren Vereinen geführt haben, ohne zu einer Lösung zu gelangen. Dies führte letztendlich zu Kolo Muanis erstem Wechsel zu Tottenham und zur anschließenden Suche des PSG nach einem weiteren Stürmer, Openda. Die Folgen dieser Ereignisse trugen zu Comollis letztendlichem Ausscheiden aus dem Pariser Verein bei.
John Elkann, Mehrheitsaktionär von Juventus, ist persönlich daran interessiert, die Beziehungen zu Nasser Al-Khelaifi, dem Präsidenten des PSG, zu verbessern, aufgrund bestehender persönlicher und geschäftlicher Verbindungen. Elkann soll Juventus angewiesen haben, einen diplomatischen Ansatz zu priorisieren, mit weniger Betonung auf strikten finanziellen Einschränkungen. Giovanni Carnevali, ein Vertreter von Juventus, leitet die Verhandlungen und nutzt dabei seine etablierte Beziehung zum Sportdirektor des PSG, Luis Campos.
Der PSG fordert derzeit eine Ablösesumme von 50 Millionen Euro für Kolo Muani, obwohl er ihn 2023 für 90 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt verpflichtet hatte. Juventus hofft, diese Summe durch die Einbeziehung leistungsbasierter Boni und Klauseln auf etwa 40 Millionen Euro zu reduzieren. Es wird jedoch erwartet, dass die verbesserte Beziehung zwischen den Vereinen einen Kompromiss erleichtern wird, möglicherweise mit der Intervention hochrangiger Vertreter beider Organisationen.
Carnevali hat bereits eine Einigung mit Kolo Muani selbst erzielt, die einen Fünfjahresvertrag mit einem Nettojahresgehalt von etwa 5 Millionen Euro vorsieht. Der Spieler soll sich angeblich sehr wünschen, nach Turin zurückzukehren, was Juventus als positiven Einfluss auf die Verhandlungsbereitschaft des PSG ansieht. Der PSG ist bestrebt, zu vermeiden, Kolo Muani ablösefrei zu verlieren, wenn sein aktueller Vertrag 2028 ausläuft.
Juventus plant, den Deal Anfang Juli abzuschließen, sodass Kolo Muani am 13. Juli zum Beginn des Trainingslagers zur Verfügung steht. Trainer Massimiliano Allegri sieht ihn als wichtige Verstärkung für den Kader, der sowohl als zentraler Stürmer als auch zur Unterstützung eines physischeren Angreifers eingesetzt werden kann.



