Lazio Frauen wurde zur Zahlung eines Schadensersatzes an Maja Göthberg verurteilt, nachdem der Schiedsgerichtshof für Sport (CAS) entschieden hatte, dass der Verein die FIFA-Bestimmungen zur Mutterschaft verletzt hat. Der Vertrag der schwedischen Fußballerin wurde beendet, nachdem sie den Verein über ihre Schwangerschaft informiert hatte.
Göthberg verlor ihren Fall zunächst vor der Streitbeilegungsstelle der FIFA, legte aber erfolgreich beim CAS Berufung ein, was eine wegweisende Entscheidung darstellt. Dies ist das erste Mal, dass der CAS eine Verletzung der FIFA-Bestimmungen zur Mutterschaft durch einen Verein formell anerkennt. Die 26-Jährige kam 2023 nach Rom und spielte eine komplette Saison für Lazio Frauen, wobei sie dem Team zum Aufstieg in die höchste nationale Liga verhalf.
Nach der erfolgreichen Saison erzielte Göthberg grundsätzlich eine Einigung über die Verlängerung ihres Vertrags. Bevor sie jedoch unterschrieb, stellte sie fest, dass sie schwanger war, und informierte den Verein, obwohl sie dazu nicht rechtlich verpflichtet war. Lazio setzte daraufhin die Vertragsverhandlungen aus und informierte nach Angaben des Gerichts andere Spielerinnen über Göthbergs Schwangerschaft – ein Detail, das das Gericht als schwerwiegenden Verstoß und entscheidend für sein abschließendes Urteil ansah. Der CAS stellte fest, dass die Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses eine direkte Folge ihrer Schwangerschaft war, und zitierte WhatsApp-Nachrichten, die als Beweis für die Absicht des Vereins vorgelegt wurden.
„Es ging nie nur um Fußball; es ging darum, in einer wichtigen Phase meines Lebens fair und respektvoll behandelt zu werden“, erklärte Göthberg. „Das Urteil sendet eine klare Botschaft: Schwangerschaft sollte niemals als Problem oder als Grund angesehen werden, einer Spielerin Arbeitsmöglichkeiten zu verweigern. Ich hoffe, dass dieser Fall dazu beiträgt, ein sichereres Umfeld für Spielerinnen zu schaffen, die Karriere und Familie vereinbaren möchten.“ Lazio Frauen haben noch keine offizielle Stellungnahme zu dem Urteil veröffentlicht.
Die Entscheidung setzt einen bedeutenden Präzedenzfall für den Umgang mit schwangeren Spielerinnen im Frauenfußball und stärkt die FIFA-Bestimmungen, die darauf abzielen, ihre Arbeitsrechte zu schützen. Sie unterstreicht die Bedeutung, dass Vereine diese Bestimmungen einhalten und ein unterstützendes Umfeld für Spielerinnen schaffen, die eine Familie planen.




